Die Macher von Libreoffice sind derzeit etwas aggressiv unterwegs. Erst kürzlich bemängelten sie, es handelt sich bei Onlyoffice wegen der Nutzung von Microsofts OOXML-Dokumentenformaten um "Fake Open Source" ("Swiss IT Magazine"
berichtete).
Jetzt geht es gegen User, die das Ribbon Interface von
Microsoft Office als Standard und die Oberfläche von Libreoffice als eher minderwertig bezeichnen.
Libreoffice sagt, dass Nutzer, die Microsoft-Oberfläche bevorzugen, schlicht falsch liegen. Das eigene Interface sei einfach besser und durchdachter als das, was Microsoft in Office anbiete. Denn man könne die Libreoffice-Oberfläche immerhin personalisieren – im Gegensatz zu Onlyoffice oder WPS, die einfach Microsofts UI kopiert Und damit den einfacheren Weg gewählt hätten. Eine gewisse Berechtigung haben die Einwände von
Libreoffice: Die freie Office-Suite bietet die Wahl zwischen mehreren Oberflächenvarianten: Das klassische User Interface mit Toolbars, eine Oberfläche im Ribbon-Stil, eine kompakte Variante mit Tabs, eine kompakte gruppierte Toolbar, eine einzelne, kontextabhängige Toolbar und ein Layout mit Fokus auf die Seitenspalte.
Es gebe keine Hinweise darauf, dass ein Ribbon-Interface Anderen Varianten überlegen sei, dies besonders für erfahrene Nutzer, die es eher weniger effizient finden: "Übrigens basiert die von mehreren Benutzern verwendete Charakterisierung von Ribbon-Oberflächen als 'modern' oder 'Standard' nicht auf objektiven Usability-Parametern oder Designprinzipien, sondern ist das Ergebnis der Marktbeherrschung durch Microsoft und der enormen Investitionen, die bei der Einführung des Ribbons in Office 2007 als neues Paradigma für Produktivitätssoftware getätigt wurden." Bei der Idee, dass "modern" gleich "ähnlich wie ein Ribbon" sei, handle es sich schlicht um einen Normalisierungseffekt.
(ubi)