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Unabhängigkeit beginnt beim Netzwerk
Quelle: LANCOM Systems
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Unabhängigkeit beginnt beim Netzwerk

Digitale Souveränität ist für Organisationen längst zum strategischen Faktor geworden. Im Fokus steht dabei oft die Cloud. Warum das zu kurz greift.
4. Februar 2026

     

Die Frage nach digitaler Souveränität ist im Zentrum der öffentlichen Debatte angekommen. Gemeint ist die Fähigkeit, im digitalen Raum selbstbestimmt handeln und entscheiden zu können. Für Unternehmen, Staat und Verwaltung geht es darum, die Kontrolle über ihre IT-Infrastruktur und die hier verarbeiteten Daten zu behalten. Zum einen, um sie vor Manipulation und unzulässigem Zugriff zu schützen, zum anderen, um den Geschäftsbetrieb sicherzustellen. Im Fokus steht hierbei oft die Cloud, verbunden mit dem Wunsch, Daten innerhalb des heimischen Rechtsraumes zu halten, wo sie durch revDSG und EU-DSGVO geschützt sind. Etwas Grundlegendes wird dabei jedoch übersehen: Digitale Souveränität beginnt nicht erst bei der Cloud. Ebenso wichtig ist das Fundament für alles Digitale: die Netzwerkinfrastruktur.

Auf dem Prüfstand

Viele Organisationen stellen ihre Cloud-Anbieter aktuell auf den Prüfstand. Erst kürzlich hat die Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten, Privatim, in einer Resolution die Einsetzbarkeit internationaler Cloud-Dienste, insbesondere Hyperscaler, für eidgenössische Behörden massiv eingeschränkt. Ebenso entscheidend wie die Integrität und Herkunft der Cloud-Dienste ist jedoch die Hardware: Router, Switches, WLAN Access Points und Firewalls bilden das Rückgrat für alle digitalen Anwendungen. Nicht vertrauenswürdige Netzwerkkomponenten können zum Risikofaktor werden, ganz gleich, wie sicher und rechtskonform die Cloud-Umgebung ist. Dies gilt umso mehr für die Verarbeitung sensibler Daten wie in Schulen, Arztpraxen, öffentlicher Verwaltung und kritischer Infrastruktur. Hier braucht es einen ganzheitlichen Ansatz, der die komplette Wertschöpfungskette von der Hardware-Fertigung über die Entwicklung des Betriebssystems bis zum Hosting des Netzwerkmanagements in den Blick nimmt. Ins Pflichtenheft in puncto Datenhoheit gehört ausserdem, dass Router und Co frei von versteckten Zugangsmöglichkeiten, sogenannten Backdoors, sind. Nur so lassen sich Daten zuverlässig vor dem Zugriff Dritter schützen. Eine vertrauenswürdige, digital souveräne Netzwerkinfrastruktur ist somit nicht mehr ein Nice-to-have, sie ist der Grundstein für digitale Resilienz.

Studie zeigt Bedarf

Laut einer Studie des Handelsblatt Research Institute betrachten nur sechs Prozent der befragten Unternehmen ihre IT-Infrastruktur als unabhängig. Gleichzeitig bejahen mehr als drei Viertel die Bedeutung digitaler Souveränität angesichts geopolitischer Krisen und steigender Compliance-Anforderungen. Oft fehlt es schlicht an der Kenntnis vorhandener Lösungen. Dabei gibt es sie, die europäischen Alternativen, und zwar für alle Netzwerkbereiche – von A wie Access Point bis Z wie Zero Trust.

Der Autor

Philipp Reichstein ist Sales Manager Schweiz beim Netzwerk- und Security-Hersteller LANCOM Systems. Das Tochterunternehmen des deutschen Technologiekonzerns Rohde & Schwarz positioniert sich als souveräne europäische Alternative im global geprägten Netzwerkmarkt. Mehr Informationen unter: www.lancom.de
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