cnt
Tokenmaxxing: Microsoft will sich die ungebremste KI-Nutzung nicht mehr leisten
Quelle: Depositphotos

Tokenmaxxing: Microsoft will sich die ungebremste KI-Nutzung nicht mehr leisten

Microsofts Entwickler werden in einem Memo dazu angehalten, nicht mehr blind KI-Tokens zu verbrennen. Die Rechnung, mit grösstmöglichem KI-Einsatz kostendeckend sein zu können, scheint nicht aufzugehen.
6. August 2026



Microsofts Entwickler geben offenbar zu viel für KI-Tokens aus. Laut einem Bericht von "404 Media" (Paywall, via "Yahoo Finance") hat ein Manager von Microsoft den Entwicklern des Unternehmens in einem internen Memo mitgeteilt, dass die ungebremste KI-Nutzung nun ein Ende haben müsse. Die Microsoft-Devs geben demnach monatlich je zwischen hunderten bis tausenden Dollar pro Monat für Tokens aus. Das Phänomen, möglichst viele Tokens zu verbrauchen, um besonders produktiv zu erscheinen (aber nicht zwingend zu sein), nennt sich Tokenmaxxing.

"Wir optimieren nicht für Tokenmaxxing", ist daher im Memo zu lesen. CEO Satya Nadella legt nach und appelliert an seine Entwickler, keine ressourcenintensiven und damit teuren Frontier-Modelle auf einfache Tasks loszulassen. Stattdessen sollen schlankere, günstigere Modelle genutzt werden.


So sollen die Ranglisten für den grössten Token-Verbrauch bei Microsoft nun mit geregelten und strengen Token-Budgets ersetzt werden. Ausserdem soll mit verschiedenen Mitteln sichergestellt werden, dass die Devs standardmässig einfachere und günstigere Modelle einsetzen. Frontier-Modelle sollen nur noch bei hochkomplexen Tasks zum Einsatz kommen. Weiter können Admins nun monatliche Grenzen für die Ausgaben von Teams und User Levels definieren. (win)


Weitere Artikel zum Thema

Viben Sie noch, oder zahlen Sie schon?

4. Juli 2026 - Als Elon Musk 2022 Twitter übernahm, stellte er reihenweise Leute vor die Türe.

Visual Studio Code bringt KI-Kosten-Tracking

26. Juni 2026 - Microsofts kostenfrei verfügbares Entwicklertool Visual Studio Code verfügt neu über ein Session-basiertes Tracking, um die KI-Nutzungskosten unter Kontrolle zu behalten.

6 Dollar für einen Prompt: Neues Preismodell von Github Copilot in der Kritik

2. Juni 2026 - Nach der Anpassung von Githubs Preismodell für den KI-Helfer Github Copilot melden sich erste Entwickler mit Feedback. Während manche sich bereits arrangiert haben, berichten andere von einer Kostenexplosion.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Welche Farbe hatte Rotkäppchens Kappe?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER