Linus Torvalds, seines Zeichens Entwickler des Linux-Kernels und Fellow der
Linux Foundation, übt anlässlich der Präsentation der neuesten Version 7.1 des Kernels im Stadium Release-Kandidat 4,
deutliche Kritik am zunehmenden Gebrauch von KI-Tools im Umfeld der Cybersicherheit. Er beschwert sich darüber, dass immer mehr automatisiert generierte Fehlermeldungen eintreffen, wobei es sich oft x-Mal um denselben Fehler handle. Dies belaste das Entwicklerteam immens.
"Die anhaltende Flut an KI-Meldungen hat die Sicherheitsliste praktisch völlig unüberschaubar gemacht, mit enormen Doppelungen, da verschiedene Personen mit denselben Tools auf dieselben Probleme stossen. Die Leute verbringen ihre gesamte Zeit damit, Dinge an die richtigen Ansprechpartner weiterzuleiten oder zu sagen: ‚Das wurde bereits vor einer Woche/einem Monat behoben‘, und auf die öffentliche Diskussion zu verweisen", moniert Torvalds wörtlich. Dies alles sei völlig sinnloses Geschwätz, fährt er weiter, "und wir machen deutlich, dass von der KI erkannte Fehler per definitionem so gut wie nicht geheim sind und es reine Zeitverschwendung ist, sie auf einer privaten Liste zu behandeln."
Ansonsten verläuft die Entwicklung des Linux-Kernels 7.1 laut Torvalds ziemlich normal. Treiber machen demnach rund die Hälfte der Updates aus, darunter insbesondere GPU-Treiber. Der Rest der Änderungen betreffe hauptsächlich die Netzwerkfunktionalität, den Kernel-Kern, das Dateisystem und die Architektur.
(ubi)