In der Linux-Community macht man sich Gedanken darüber, wie das Projekt weitergeführt wird, wenn Initiator Linus Torvalds dereinst einmal nicht mehr zur Verfügung steht.
Tatsächlich steht der Schöpfer des Linux-Kernels dem Projekt seit 35 Jahren vor, und laut Torvalds eigenen Worten ist die Kernel-Community mittlerweile grau und alt geworden. Wie "Toms Hardware"
berichtet hat die Kernel-Community unlängst einen Plan ausgearbeitet, der in Aktion treten soll, wenn sich Torvalds zur Ruhe setzen möchte, oder wenn ihm etwas zustösst. Das auf Github veröffentlichte
Dokument mit der Bezeichnung "Die Kontinuität des Linux-Kernel-Projekts" ist verhältnismässig einfach gehalten und soll nur dann zur Anwendung kommen, wenn es nicht zu einem reibungslosen Übergang kommt.
In diesem Fall wird die Kernel-Community zuerst einen Organisator bestimmen, welcher der letzte Organisator des Maintainer Sumit oder der aktuelle Vorsitzende des Technical Advisory Board (TAB) der Linux Foundation sein soll. Der Organisator soll sodann innert 72 Stunden Gespräche mit den Teilnehmern des letzten Sumit aufzunehmen. Liegt dieser über 15 Monate zurück, soll das TAB die Teilnehmer bestimmen, die wiederum weitere Maintainer einladen können. Diese Gruppe soll sodann innert zwei Wochen eine Einscheidung fällen und diese der Community mitteilen.
Derzeit gibt es allerdings keine Hinweise, dass Linus Torvalds in absehbarer Zeit zurücktreten könnte. Mit seinen 56 Jahren gehört der Linux-Vater ohnehin noch nicht zum alten Eisen.
(rd)