Von Juan Cabrera
Die neue Produktreihe ist modular aufgebaut und deckt unterschiedliche Anforderungen ab – von kompakten Edge-Umgebungen bis hin zu anspruchsvollen Kernanwendungen in grossen Rechenzentren.
Das IBM FlashSystem 5600 ersetzt das Modell 5300 und ist für Edge-Standorte, Remote Offices und kleinere Rechenzentren konzipiert. Es belegt eine Höheneinheit und erreicht bis zu 2,5 Petabyte effektive Kapazität sowie 2,6 Millionen IOPS. Geeignet für platz- und energiebeschränkte Standorte mit Anforderungen an Enterprise-Leistung.
Das IBM FlashSystem 7600 ersetzt das Modell 7300 und adressiert mittelgrosse, konsolidierte Umgebungen. In zwei Höheneinheiten bietet es bis zu 7,2 Petabyte effektive Kapazität und 4,3 Millionen IOPS. Ausgelegt für virtualisierte Infrastrukturen, Analyseplattformen und wachsende Applikationsumgebungen mit erhöhtem Skalierungsbedarf.
Das Flaggschiff IBM FlashSystem 9600 ersetzt das Modell 9500 und ist für geschäftskritische Anwendungen wie ERP-Systeme, Bankanwendungen und KI-Workloads konzipiert. Es bietet bis zu 11,8 Petabyte effektive Kapazität und erreicht bis zu 6,3 Millionen IOPS bei einer Bauhöhe von zwei Höheneinheiten. Die Kombination aus hoher Leistungsdichte und kompakter Bauform ermöglicht den Einsatz in Umgebungen mit hohen Anforderungen an Performance, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit.
Ein Hardware-Schutzschild gegen Ransomware
Alle Systeme basieren auf FlashCore-Modulen der fünften Generation. Diese integrieren hardwarebeschleunigte Ransomware-Erkennung, Echtzeit-Analysen, fortschrittliche Datenreduktion sowie umfassende Telemetrie direkt in die Hardware. Mithilfe von KI wird jede I/O-Operation in Echtzeit analysiert. Anomalien, etwa Ransomware-Muster, werden innerhalb von weniger als 60 Sekunden erkannt. Die Fehlalarmrate liegt dabei unter einem Prozent. Die Analyse erfolgt hardwareseitig ohne spürbaren Einfluss auf die Performance. Das erhöht Dichte, Leistung und Sicherheit auch in hochskalierten Umgebungen.
In Kombination mit IBM Storage Virtualize und Safeguarded Copy ermöglichen die Systeme unveränderbare Sicherungen, unterbrechungsfreie Mobilität und schnelle Wiederherstellung aus vollständig isolierten Kopien. Somit profitieren Administratoren von einer durchgängig hardwarebasierten Sicherheitsarchitektur.
Effizienz-Rekord: Mehr Petabytes, weniger Stromverbrauch
Inline-Kompression und Deduplizierung auf Hardware-Ebene erhöhen die Effizienz gegenüber der Vorgängergeneration um bis zu 40 Prozent. Der Platzbedarf reduziert sich modellabhängig um 30 bis 75 Prozent, der Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent und der Rack-Bedarf um bis zu 67 Prozent. Eine typische Bereitstellung von 10 Petabyte auf dem FlashSystem 9600 reduziert die Betriebskosten um bis zu 57 Prozent. Jedes FlashCore-Modul bietet bis zu 105,6 Terabyte Kapazität.
Die Zukunft des Speichers: agentenbasierte KI
KI-gesteuerte Workloads profitieren bereits heute von automatischer Leistungsoptimierung und intelligenter Datenplatzierung ohne Ausfallzeiten. Unternehmen, die IBM FlashSystem bereits einsetzen, berichten von reibungsloseren Migrationen und spürbarer Entlastung im Betrieb. Derzeit ist FlashSystem.ai als Chatbot-Interface verfügbar, das aktiv über die Management-Oberfläche aufgerufen werden kann. Weitergehende agentenbasierte KI-Funktionalitäten sollen im Herbst 2026 mit Storage Virtualize 9.2 folgen. Die System-Agenten werden dann proaktiv den gesamten Datenpfad überwachen, Optimierungen selbstständig vornehmen und Administratoren konkrete, erklärbare Handlungsempfehlungen liefern – bei gleichbleibendem «Human-in-the-loop»-Ansatz.
«Speicher ist heute eine intelligente, stets verfügbare Ebene», sagt Sam Werner, General Manager IBM Storage. «Mit der kommenden agentenbasierten KI-Funktionalität wird FlashSystem.ai Administratoren noch stärker unterstützen.» Analysten von IDC bestätigen, dass die neuen Funktionen die Workload-Platzierung proaktiv unterstützen, die Sicherheit stärken und die Compliance vereinfachen.
Das Zeitalter des intelligenten Speichers hat begonnen
Die neue IBM FlashSystem-Produktereihe ist in der Schweiz verfügbar. Bestehende Kunden können über IBM Storage Virtualize nahtlos auf die neue Generation wechseln, ohne Änderungen an ihren Anwendungen vorzunehmen. Die Migration erfolgt in der Regel unterbruchsfrei und mit voller Kompatibilität zu bestehenden Storage-Virtualize-Grids. IBM Technology Lifecycle Services bieten während der Migration KI-gesteuerte Überwachung und Priority-Support.
IBM hat seine Hochleistungs-Flashspeichersysteme zu intelligenten KI-Partnern gemacht, die Daten schützen, Kosten senken und IT-Teams entlasten. Als IBM Platinum Partner in der Schweiz mit Elite Specialty Status im Bereich Storage steht UMB bereit, Ihnen dabei zu helfen, die neuen Systeme einzusetzen. Unsere Experten haben bereits unzählige Schweizer Unternehmen bei der Umstellung auf FlashSystem begleitet und zeigen Ihnen gerne, wie die neue Generation in Ihrer Umgebung messbaren Mehrwert schafft. Kontaktieren Sie das UMB Storage Team noch heute für ein individuelles Beratungsgespräch.
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Der Autor
Juan Cabrera war viele Jahre als Senior System Engineer bei verschiedenen IT-Dienstleistern im Bereich Compute, Storage, SAN und Backup tätig. In seiner aktuellen Rolle als Senior Solution Architect unterstützt er Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung von IT-Strategien und bringt dabei seine umfassende praktische Erfahrung aus komplexen Infrastrukturprojekten ein.