Twitter läutet das Ende von Vine ein

Twitter läutet das Ende von Vine ein

31. Oktober 2016 - Twitter kommt nicht zur Ruhe: Das Unternehmen will nicht nur 9 Prozent seiner Stellen streichen, sondern kündigt nun auch die Einstellung des Video-Dienstes Vine ein. Wann genau letztere erfolgen soll, ist noch ungewiss.
(Quelle: Apple App Store)
Nachdem erst vor ein paar Tagen Gerüchte die Runde machten, Twitter wolle gut 8 Prozent seiner Belegschaft entlassen, macht das Unternehmen nun Schlagzeilen mit seiner Absicht, die Video-App Vine einzustellen. Der Grund hierfür dürften einem Bericht von "Zdnet.de" zufolge Kosteneinsparungen sein. Ein genaues Datum für die Einstellung des Dienstes hat Twitter bislang nicht genannt. Das Unternehmen erklärt, die Nutzer würden zum gegebenen Zeitpunkt erneut informiert werden. Die bereits erstellten Kurzvideos bleiben somit vorerst verfügbar. Auch versichert Twitter, dass nur die App aus dem Markt verschwinden soll, die Website soll aber erhalten bleiben.

Angeblich sollen 18 der grössten Vine-Stars Twitter vor dem Entschluss, den Dienst einzustellen, ein Angebot unterbreitet haben. Dieses sah vor, dass Twitter jedem von ihnen 1,2 Millionen Dollar zahlt, damit jeder von ihnen monatlich zwölf originelle Vines produziert, welche die Nutzer an den Dienst binden sollen. Andernfalls würden sie alle nach und nach zu Konkurrenzplattformen wechseln. Der Deal ist nicht zustande gekommen, wie "Engadget" berichtet.
Neben der Schliessung des Dienstes hat Twitter im Rahmen der Veröffentlichung seiner Unternehmenszahlen für das dritte Quartal 2016 auch den Abbau von rund 9 Prozent der Belegschaft oder rund 350 Stellen verkündet. Diese Restrukturierung wird das Unternehmen vermutlich bis zu 30 Millionen Dollar kosten. Ziel des Umbaus sei es, langfristig eine EBITDA-Marge von 40 bis 45 Prozent zu erreichen. Angaben zu den Einsparungen, welche die Restrukturierung bringen soll, machte das Unternehmen bisweilen keine.

Im vergangenen Quartal konnte Twitter seinen Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 8 Prozent auf 616 Millionen steigern. Daraus resultierte aber am Ende ein Nettoverlust von 103 Millionen Dollar. Dies sind 29 Millionen Dollar weniger als noch im Vorjahr, was einem Rückgang um 22 Prozent entspricht. (af)

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