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Meta nimmt der interne Protest gegen die Erfassung von Arbeitsdaten zu. Der Konzern hatte US-Angestellte zuvor über ein Tool informiert, das unter anderem Tastaturanschläge, Mausbewegungen und Bildschirminhalte für das Training von KI-Agenten aufzeichnet ("Swiss IT Magazine"
berichtete). Nun ist aus der Kritik ein sichtbarer Protest geworden.
Wie "Reuters" (
Paywall) berichtet, haben Angestellte in mehreren US-Büros Flugblätter verteilt und zur Unterzeichnung einer Online-Petition aufgerufen. Die Zettel lagen demnach unter anderem in Sitzungszimmern, auf Verkaufsautomaten und in Toilettenräumen aus. Darauf werde gefragt, ob man in einer "Employee Data Extraction Factory" arbeiten wolle.
Die Aktion kommt rund eine Woche bevor Meta weitere 10 Prozent der Belegschaft abbauen will. Viele Mitarbeitende sehen die Tracking-Software laut dem Bericht deshalb auch im Zusammenhang mit den KI-Plänen und den geplanten Entlassungen. Sie befürchten, mit ihren eigenen Arbeitsdaten Systeme zu trainieren, die ihre Aufgaben später automatisieren könnten.
Meta verteidigt das Vorgehen. Ein Sprecher verwies gegenüber der Nachrichtenagentur auf eine frühere Stellungnahme des Unternehmens. Wenn Meta KI-Agenten entwickeln wolle, die Menschen bei alltäglichen Aufgaben am Computer helfen, bräuchten die Modelle reale Beispiele dafür, wie Menschen Computer tatsächlich nutzen. Dazu gehörten etwa Mausbewegungen, Klicks auf Schaltflächen oder das Navigieren durch Menüs.
(dow)