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Meta läuft laut Insiderstimmen ein grosses Projekt rund um Gesichtserkennung, nun folgt der grosse Aufschrei. Rund 70 Organisationen richten sich in einem Brief nun an Mark Zuckerberg, die geplante Gesichtserkennung in kommenden Smart-Glass-Generationen noch vor dem Launch einzustellen.
Das interne Programm soll bei Meta den Namen "Name Tag" (Namensschild) tragen. Laut einem
Bericht von "Wired" gibt es zwei mögliche Ausführungen: Eine, in der nur Personen erkannt werden, mit denen der Nutzer auf Meta-Plattformen vernetzt ist. Aber auch eine andere, bei der auch fremde Personen erkannt werden können, von denen Meta Gesichtsdaten hat. Für die Kritiker ist das inakzeptabel. Sie argumentieren, dass eine Opt-out-Funktion oder Ähnliches in diesem Zusammenhang keinen Schutz vor Stalkern, Betrügern, Geheimdiensten et cetera bieten.
Es ist der zweite Anlauf für Zuckerbergs Social-Media-Koloss, die eigenen Produkte mit Gesichtserkennung zu versehen. Schon 2021 hatte sich Meta dafür entschieden, das Projekt rund um Gesichtserkennung seiner Nutzer einzustellen ("Swiss IT Magazine"
berichtete). Man habe nach der sorgfältigen Abwägung die Datenbank mit den Gesichtern gelöscht und das Programm gestoppt, so das Unternehmen damals.
Diese Vorsätze scheinen heute weniger wert zu sein: Wie die "New York Times" mit Bezug auf interne Dokumente
schreibt, habe
Meta dieses Mal sogar bewusst geplant, das "dynamische" politische Klima zu eigenen Gunsten zu nutzen. Offenbar wollte man so die erneute Einführung von Gesichtserkennungs-Features an NGOs und anderen kritischen Blicken vorbeischmuggeln, da diese dank der politischen Lage mit anderen Dingen beschäftigt seien. Dies ging aus einem internen Dokument von Metas AR-Sparte Reslity Labs hervor, das der "NYT" vorliegt.
Meta selbst schreibt, dass man im Gegensatz zur Konkurrenz keine solchen Produkte anbiete. Weiter versichert der Konzern, dass man "sehr sorgfältig vorgehen" würde, wenn es doch zu einem Launch kommen sollte.
(win)