Im jahrelangen Streit mit dem Spielehersteller Epic Games um In-App-Gebühren hat
Google nun überraschend nachgegeben, was zu deutlich tieferen Gebühren für Entwickler führt. Wie der Konzern im
Android Developers Blog ausführt, werden künftig mehr Abrechnungsoptionen, ein Programm für registrierte App Stores wie auch tiefere Gebühren und neue Programme für Entwickler eingeführt.
So haben Entwickler künftig die Möglichkeit, neben dem Google-eigenen Abrechnungssystem auch eigene Systeme in ihrer App zu verwenden. Auch die Weiterleitung auf eine Website für In-App-Käufe wird möglich sein. Weiter wird ein Programm für registrierte App Stores eingeführt. Für App Stores, die bestimmten Qualitätskriterien entsprechen, wird eine optimierte Installation angeboten. Das neue App-Store-Programm soll zuerst ausserhalb der USA gestartet werden.
Dazu senkt und ändert Google die Entwicklergebühren, die vom hauseigenen Abrechnungsmodell entkoppelt werden und neue, tiefere Servicegebühren vorsehen. Wird das Google-Abrechnungsmodell gewählt, kommt EWR, im UK wie auch in den USA eine Gebühr von 5 Prozent zum Zug. Weiter wird bei Neuinstallationen die Servicegebühr bei In-App-Käufen auf 20 Prozent reduziert. Für Entwickler, die ausserdem am neuen Apps Experience Program teilnehmen, beträgt die Gebühr bei Neuinstallationen noch 15 Prozent.
Die Einführung aller Neuerungen soll gestaffelt erfolgen. Am 30. Juni geht's los in den USA, im UK und im EWR. Am 30. September erfolgt der Wechsel in Australien und am 31. Dezember in Korea und Japan. Bis zum 30. September 2027 sollen die neuen Regelungen dann auch in allen übrigen Ländern gelten.
(rd)