Ein neues Patent von
Meta beschreibt, wie eine KI die Online-Identität von Menschen nachbilden und in sozialen Netzwerken weiterführen könnte, wenn jemand verstirbt oder längere Zeit inaktiv ist. "
Winfuture" berichtet unter Berufung auf Business Insider (
Paywall), das System solle auf Plattformen wie
Facebook oder Instagram Beiträge verfassen, auf Kommentare reagieren und Nachrichten im Stil des ursprünglichen Kontoinhabers beantworten.
Laut dem Bericht basiert das Konzept auf der Auswertung historischer Nutzerdaten wie Posts, Likes, Kommentaren und Direktnachrichten, um Wortwahl, Schreibstil und grammatikalische Eigenheiten zu lernen. Das Patent beschreibe zudem die Option von simulierten Audio- und Videoanrufen, bei denen Stimme und Erscheinungsbild mit Deepfake-Technologie imitiert werden könnten.
Dem Artikel zufolge wurde der Antrag 2023 eingereicht und Ende vergangenen Jahres bewilligt, ein Meta-Sprecher habe aber betont, es gebe derzeit keine Pläne für ein Produkt für Endverbraucher. In dem Bericht wird zudem auf rechtliche Fragen wie Datenschutz nach dem Tod sowie die Frage nach Eigentum und Nutzung der entstehenden Daten verwiesen, ausserdem habe Mark Zuckerberg 2023 in einem Interview angemerkt, solche Interaktionen könnten Trauernden helfen, könnten aber auch ungesunde Züge annehmen. Das Patent decke laut Bericht auch längere Inaktivität lebender Nutzer ab, etwa um die soziale Präsenz während einer Pause aufrechtzuerhalten.
(dow)