Beim Schweizer Provider Hoststar ist es Ende Januar zu einem Server-Ausfall und in Folge zur Störung von verschiedenen Diensten gekommen. Hoststar gehört ebenso wie
Webland zur schwedischen Holding-Gesellschaft Miss Group. Und auch Webland hatte Ende des vergangenen Jahres über Tage hinweg mit massiven technischen Störungen zu kämpfen ("Swiss IT Magazine"
berichtete).
Laut "Watson"
hätten Hoststar-Kunden über die Support-Hotline die Information erhalten, dass es Probleme mit einem Linux-basierten System gebe und dass das Unternehmen an einer Lösung arbeite. Auf Rückfrage bei der Miss Group erhielt die Redaktion folgende Erklärung von COO Jimmie Eriksson: "Ein Server fiel am 27. Januar aus und sollte heute [Donnerstag] wieder betriebsbereit sein. Es handelt sich nur um diesen einen Server, nicht um das gesamte System. Der Grund hierfür ist eine defekte virtuelle Festplatte. Es sind zwar nur sehr wenige Kunden betroffen, aber es befinden sich grosse Datenmengen auf dem Server, deren Wiederherstellung Zeit in Anspruch nimmt."
Trotz der Beteuerungen üben Kunden laut dem Bericht Kritik. So kommentierte eine Nutzer laut "Watson", dass die Kommunikation "noch schlechter" als im Fall Webland sei und dass es bei Hoststar nicht einmal eine Status-Website gebe. Zudem schien die Support-Hotline zumindest letzte Woche nicht mehr erreichbar zu sein. Eriksson verweist wiederum auf persönliche Nachrichten an die Kunden und auf krankheitsbedingte Personalengpässe, die zur Schliessung der Hotline geführt hätten.
Der Bericht verweist auf Versprechungen des Providers auf der eigenen Website, die unter anderem auf 100 Prozent redundante Komponenten hinweisen. In diesem Kontext ist es zumindest überraschend, dass eine einzige defekte virtuelle Festplatte zu einer so umfangreichen Störung führen kann.
(sta)