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Brotli-Komprimierung hält Einzug in PDF-Standard
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Brotli-Komprimierung hält Einzug in PDF-Standard

Der neue Kompressionsalgorithmus Brotli soll PDF-Dokumente um bis zu 20 Prozent kleiner machen als bisherige Verfahren. Der tatsächliche Gewinn hängt allerdings stark von den Inhalten ab. Und ältere PDF-Software kommt mit Brotli nicht zurecht.
26. Januar 2026

     

Die für den PDF-Standard zuständige PDF Association führt für die Standard-Version PDF 2.0 einen neuen Kompressionsalgorithmus namens Brotli ein – die Bezeichnung stammt vom allen Deutschschweizern geläufigen "Brötli". Der Algorithmus wurde von Google entwickelt und ist quasi ein Gegenstück zum ebenfalls existierenden Zopfli. Mit Brotli komprimierte PDF-Dokumente sollen ohne Qualitätsverlust bis zu 20 Prozent kleiner ausfallen als mit dem bisherigen Deflate-Verfahren. Brotli ist ursprünglich für statische Webinhalte konzipiert, die Spezifikationen sind in RFC 7932 festgehalten.

Anhand von Testergebnissen mit verschiedenen PDFs haben Entwickler herausgefunden, dass die tatsächlichen Vorteile von Brotli je nach dem Inhalt der Dokumente stark variieren. So betrug der Kompressionsgewinn bei einem Beispiel nur gerade 4,5 Prozent, während ein anderes Dokument mit Brotli von 15 auf 4,5 MB schrumpfte, also um 70 Prozent. Die eklatanten Unterschiede mögen auch daran liegen, dass viele PDF-Dokumente bereits komprimierte Inhalte enthalten. Und: der von Facebook entwickelte Algorithmus Zstd liefert mit Brotli vergleichbare Ergebnisse.


Die Entwickler-Community sorgt sich darüber hinaus um die Kompatibilität von mit Brotli komprimierten Dokumenten mit älteren PDF-Readern, die den Algorithmus nicht beherrschen. Ähnliches gilt für Browser: Während Chrome über eine integrierte Brotli Library verfügt, verstehen sich Firefox und Edge im Moment noch nicht auf das neue Verfahren, ebenso manche Open Source Software wie etwa Ghostscript. (ubi)


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