Ende Februar hat
Microsoft mit dem Update KB5077241 ein optionales Update für Windows 11 freigegeben, das die Systeme neben dem Analysetool Sysmon auch mit einem neuen Netzwerk-Geschwindigkeitstest ausgestattet hat. Wie es sich laut einem
Bericht von "Windows Central" nun aber herausgestellt hat, handelt es sich dabei nicht um eine native Windows-Funktion für die Messung des Datendurchsatzes, sondern lediglich um eine Verknüpfung zu Microsofts erfolgloser Suchmaschine Bing.
Das besagte Update wird inzwischen im Rahmen der März-Patch-Verteilung allgemein ausgeliefert, inklusive der neuen Test-Funktion. Wird mit der rechten Maustaste auf das Netzwerk- respektive WLAN-Icon geklickt und da der Eintrag Geschwindigkeitstest gewählt, wird in der Folge nicht eine Anwendung gestartet, sondern Microsofts Suchmaschine Bing.com mit dem Abfragestring "Internet Speed Test" aufgerufen. Wie "Windows Central" zu Recht anmerkt, wird dabei immerhin der Standard-Browser gestartet und nicht – wie man es von Microsoft erwarten könnte – der wenig beliebte Edge-Browser. Ebenfalls positiv: Die Funktion funktioniert an und für sich und auf der Bing-Seite wird über ein Applet die Geschwindigkeit ermittelt, das laut "Windows Central" durch eine Kooperation mit Ookla bereitgestellt wird.
Aus welchen Gründen hierfür aber ein Windows-Menü erweitert wird, ist fraglich, und man wird den Verdacht nicht los, dass es sich dabei um den Versuch handelt, Bing wenigstens ein wenig zu mehr Traffic zu verhelfen.
(rd)