Elon Musks Weltraumfirma SpaceX hat damit begonnen, fast die Hälfte respektive 4400 ihrer Starlink-Satelliten von der bisherigen Umlaufbahn in 550 Kilometern Höhe auf einen niedrigeren 480-km-Orbit zu bringen. Dies hat Michael Nicolls, Vice President of
Starlink Engineering bei SpaxeX, kürzlich
angekündigt und die Operation, die sich über das Jahr 2026 verteilt, als „bedeutende Rekonfiguration“ bezeichnet. Einen Grund dafür gibt er ebenfalls an: Es gehe um die Stärkung der Sicherheit im Weltraum. Denn unterhalb von 500 Kilometern gebe es wesentlich weniger Weltraumschrott, mit dem die Satelliten kollidieren könnten. Ausserdem lasse sich ein Satellit aus dem niedrigeren Orbit schneller dekommissionieren und durch Verglühen entfernen.
Darüber hinaus nimmt die Sonnenaktivität seit dem Höhepunkt des aktuellen 11-Jahre-Zyklus im Jahr 2024 wieder ab, und damit auch die Luftdichte in den oberen Atmosphärenschichten – ein wichtiger Aspekt, wenn es um die Planung von Satellitenmanövern geht. Im bevorstehenden solaren Minimum würden die Satelliten auf dem aktuellen Orbit weniger Luftwiderstand erfahren. Dies würde es beim Ausfall eines Satelliten erschweren, ihn aus seiner Umlaufbahn zu ziehen. Vom niedrigeren Orbit aus könnten defekte Satelliten gewissermassen auf natürliche Weise in die unteren Schichten der Atmosphäre gelangen und dort innerhalb einiger Monate verglühen. Demgegenüber können dies aus dem aktuellen höheren Orbit mehrere Jahre dauern.
Ein weiterer wichtiger Effekt der tieferen Umlaufbahn: Die Leistungsfähigkeit des Starlink-Netzwerks steigt, wie Musk
auf X mitteilt: „Der größte Vorteil einer geringeren Höhe besteht darin, dass der Beam-Durchmesser bei einer bestimmten Antennengrösse kleiner ist, wodurch Starlink eine höhere Kundendichte bedienen kann.“
(ubi)