4-Bay-NAS für Privatanwender und KMU

4-Bay-NAS für Privatanwender und KMU

30. Januar 2021 - Network-Attached-Storage-Geräte oder kurz NAS sind nach wie vor beliebte Speicherlösungen; nicht nur bei Privatanwendern, auch bei KMU, die ihre geschäftskritischen Daten nicht oder nicht nur in der Cloud speichern wollen. Wir stellen vier aktuelle 4-Bay NAS vor.
Artikel erschienen in IT Magazine 2021/01
Die Datenspeicher von Unternehmen füllen sich nach und nach mit immer mehr Dateien, genauso wie die digitalen Fotosammlungen von Privatanwendern. Es ist unumgänglich geworden, sich damit auseinanderzusetzen, wo und wie man die eigenen Daten speichern will. Heute wird für viele Anwendungsfälle der Weg in eine Cloud gewählt, weil sich der Speicherplatz leicht skalieren lässt und sich Anschaffung und Betrieb einer lokalen Speicherlösung erübrigen.

Dennoch gibt es gerade für Privatanwender und KMU gute Gründe, die eigenen Daten inhouse abzulegen und zu verwalten. Hierfür bieten sich unter anderem NAS-Geräte an, die mittlerweile eine ganze Menge an Daten speichern können und durch die Anbindung an das hauseigene Netzwerk flexible Einsatzmöglichkeiten bieten. «Small-Business- und Home-Office-Anwender profitieren mit einem NAS-Server von einer komfortablen Datensicherung, die einfach zu skalieren ist und mit der ein lokaler Zugriff auf ein Laufwerk von mehreren Mitarbeitern unkompliziert möglich ist. Zudem ermöglicht das Setup eine einfache Verwaltung aller Zugriffe – Stichwort simples User-Management», sagt Ruben Dennenwaldt, Senior Product Marketing Manager bei Western Digital.

Und Frank Schräer, Product Specialist & Marketing beim Thecus-Mutterhaus Caswell, ist der Ansicht, als zentraler Datenspeicher sei ein NAS oder ein Speicherserver für KMU unverzichtbar: «Wenn man gemeinsam an – vor allem grösseren – Dokumenten arbeitet, ist das Teilen von Dateien mit einem NAS deutlich komfortabler, anstatt diese immer wieder per E-Mail oder auf andere Weise hin und her zu schicken. Damit spart man deutlich Arbeitszeit. Dazu kommt die grössere Datensicherheit, wenn man die Daten redundant speichert oder regelmässige Backups einrichtet.»

Mehr als nur eine Speicherlösung

Moderne NAS-Geräte sind mehr als nur Speichergefässe für Daten, wie Manfred Schneider, Field Application Engineer bei Qnap, erklärt: «Ein 4-Bay NAS ist eine kostengünstige und private Sicherung der eigenen Daten. Firmen behalten somit ihre Daten im Haus und können dennoch flexibel damit arbeiten. NAS-Systeme fungieren nicht mehr wie vor fünf bis zehn Jahren als reine Speicherlösung. Durch Backup, Überwachung oder Virtualisation Software wurde das Einsatzgebiet der NAS um viele Punkte erweitert. Früher war ein NAS gleichbedeutend mit Network Attached Storage und heute ist es ein Network Application Server.» Durch die Verwendung von VPN oder eigenen Diensten sind NAS-Systeme laut Schneider für die Zukunft der weltweiten Datenverteilung vorbereitet. Damit stehe auch dem Arbeiten aus dem Home Office oder von Unterwegs nichts mehr im Weg.

Bei der Verwendung eines NAS mit vier Einschüben für Datenträger lassen sich diese ausserdem in einem RAID-Verbund betreiben, was die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes senkt und die Sicherheit erhöht. «Mit vier internen Laufwerken können Sie anstelle von RAID 1 auch den effizienteren RAID-5-Verbund nutzen. Hierbei müssen Sie hier nur ein Viertel des gesamten Speichers opfern anstatt der Hälfte, um beim Ausfall einer der vier internen HDDs keinen Datenverlust zu erleiden. Auch wenn Sie zum Start zunächst nur zwei HDDs im 4-Bay NAS verwenden, haben Sie die Option, ohne Sorgen einfach und sehr schnell zwei weitere HDDs in Ihr System zu bringen, um den Speicher zu erweitern», sagt Marcus Koch, Key Account Manager DACH bei Synology.

Für Frank Schräer von Caswell kommt ein weiterer Vorteil hinzu, nämlich Systemredundanz per Failover beim Betrieb von zwei parallelen NAS. «Im Vergleich zu Cloud-Diensten bietet ein eigenes NAS garantierte Verfügbarkeit, denn Ausfälle wie kürzlich erst bei Google und auch Preiserhöhungen für externe Cloud Services werden vermieden. Darüber hinaus sollten unternehmenskritische oder personenbezogene Daten ohnehin nicht in der Cloud gespeichert werden, denn grosse Cloud-Dienste sind des Öfteren Ziele von Hacker-Organisationen», so Schräer.
 
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