Facebook nimmt Youtube aufs Korn, will Video-Werbeeinahmen teilen

Facebook nimmt Youtube aufs Korn, will Video-Werbeeinahmen teilen

2. Juli 2015 -  Facebook plant, die Werbeerlöse, die mit User-generierten Videos erwirtschaftet werden, künftig mit diesen zu teilen. Damit greift man direkt Youtube an.
Facebook nimmt Youtube aufs Korn, will Video-Werbeeinahmen teilen
(Quelle: "Re/code")
Mit Youtube-Videos kann man – den richtigen Content vorausgesetzt – unter Umständen richtig viel Geld verdienen, teilt die Plattform die Werbeeinahmen doch mit den Content-Lieferanten. Ähnliches soll nun auch Facebook planen. Gemäss der Plattform "Re/code" will Facebook Video-Content-Lieferanten ab diesem Herbst einen Anteil der Werbeeinahmen, die durch in Videos eingebettete Werbung erzielt werden, abtreten – die Rede ist von 55 Prozent, die an den Ersteller der Content gehen sollen. Damit nehme Facebook ganz klar Youtube ins Visier. Das soziale Netzwerk habe bereits jetzt Content-Anbieter aufgrund der enormen Reichweite angelockt. Wenn jetzt noch die Komponente Geld geboten werde, die Youtube bislang voraushatte, könnte Facebook zur echten Konkurrenz für Youtube werden. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil Facebook damit wirbt, dass Nutzer nicht nach Videos suchen müssen, sondern ihnen die Videos angezeigt werden, die sie aufgrund ihrer Präferenzen und ihres Verhaltens sehen wollen. Gemäss Facebook hätten zahleiche Partner bereits durchblicken lassen, dass die Aussicht auf Einnahmen die Motivation sei, um vermehrt Videocontent auf Facebook zu teilen.

Im Zusammenhang mit der Fokussierung auf Video soll Facebook auch planen, eine neue Funktion namens Suggested Videos einzuführen. Klickt der Nutzer im Newsstream auf ein Video, kommt er auf den sogenannten Suggested-Video-Feed, wo ihm weitere, ähnliche Filme angezeigt werden. In diesem Video-Newsstream wird dann auch Videowerbung eingebunden werden. Facebook wird die Suggested-Video-Funktion in den kommenden Wochen für iOS ausrollen, später dann auch für Android und die Webversion. Dann soll die Funktion ein paar Monate getestet und den Werbern sollen Plätze im Rahmen des Testes geschenkt werden. (mw)
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