Google hat den Kartendienst Maps überarbeitet und präsentiert das nach eigenen Aussagen grösste Update der vergangenen Dekade. Wie man vermuten könnte, handelt es sich beim Grossteil der Neuerungen um KI-gestützte Features.
So wurde der Kartendienst um die Funktion Ask Maps erweitert. Diese vermag Fragen zu Lokalitäten im Kontext der dazugehörenden Informationen zu beantworten.
Google nennt als Beispiel etwa Fragen wie "Mein Akku ist leer, wo kann ich ihn aufladen, ohne für den Kaffee Schlange stehen zu müssen?" oder "Wo gibt es einen öffentlichen, beleuchteten Tennisplatz, auf dem ich heute Abend spielen kann?" Dabei stützt sich Ask Maps auf frühere Informationen. Wer etwa nach veganen Restaurants Ausschau hielt, bekommt beim erneuten Nachfragen automatisch entsprechende Vorschläge aufgetischt.
Eine weitere Neuerung wird als immersive Navigation bezeichnet. Das Update erweitert die Karten mit lebendigen 3D-Ansichten, welche Gebäude wie auch das Gelände widerspiegeln. Dabei werden wichtige Details wie Fahrspuren, Fussgängerstreifen oder Stoppschilder hervorgehoben. Die Umsetzung erfolgt hier über Gemini-Modelle, die aktuelle Bilder aus Street View und Luftbildern analysieren. Hinzu kommen intelligente Zoom-Ansichten und transparente Gebäude, welche den Blick auf das, was kommt, vereinfachen. Dazu informiert Maps neu über die Vor- und Nachteile alternativer Routen und das System ist in der Lage, in Echtzeit über Störungen wie Unfälle oder Bauarbeiten zu informieren. Schliesslich weist Maps auf freie Parkplätze hin, wenn man sich dem Ziel nähert.
Die neuen Maps-Funktionen werden aktuell in den Vereinigten Staaten ausgerollt und sollen in den kommenden Monaten in weiteren Regionen bereitgestellt werden.
(rd)