Der Schweizer Software Engineer David Huser hat mit
MXmap ein interessantes "kleines Nebenprojekt" vorgestellt. Wie Huser via Linkedin informiert, handelt es sich dabei um eine interaktive Karte, welche über die E-Mail-Provider sämtlicher rund 2100 Schweizer Gemeinden Auskunft gibt. Als Motivation nennt der Entwickler die Neugier auf die digitale Souveränität. US-basierte Anbieter wie Microsoft 365 würden unter den Cloud Act fallen, womit US-Behörden unabhängig vom Standort auf die Daten zugreifen können. Ihn habe interessiert, wie sich die Situation diesbezüglich aktuell gestalte.
Die Karte basiert auf der Analyse der bei den DNS-Diensten öffentlich zugänglichen MX- und SPF-Datensätze für die offiziellen Domains der Gemeinden, die überprüft und nach Anbieter auf einer Schweizerkarte farblich codiert werden. Der Entwickler hält fest, dass die DNS-Einträge das Mail-Routing wie auch die autorisierten Absender zeigen würden, nicht zwingend aber den tatsächlichen Speicherort der Daten.
Huser hat das Projekt als Open Source auf
Github veröffentlicht. Das Projekt wurde bereits geforkt, um die Methodik auf andere Länder anzuwenden.
(rd)