Test Center – Vergleichstest SSD-Laufwerke

Portable Solid State Drives im Vergleich

Portable Solid State Drives im Vergleich

Artikel erschienen in IT Magazine 2021/11

Leistung & Funktionen

Die T7 ist eine USB 3.2 Gen 2 SSD, die ungefähr die Form des Vorgängermodells T5 hat. Laut Samsung bietet die SSD über das NVMe-Protokoll Lesegeschwindigkeiten von bis zu 1050 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 1000 MB/s. Grosse Dateien, etwa Videos in 4K- beziehungsweise 8K-Qualität, sollten sich dadurch also schnell von einem Gerät zum anderen übertragen und bequem transportieren lassen. Das Gleiche gilt auch für Sandisks Modell, das die gleichen Werte verspricht und auf die gleichen Technologien setzt. Sowohl Samsung als auch Sandisk statten ihre Geräte zudem mit AES-256-Bit-Hardwareverschlüsselung aus, um Geschäftsanwender anzusprechen, die sich eine zusätzliche Sicherheitssperre für ihre Daten wünschen.

Im Benchmark fielen die Messwerte allerdings etwas geringer aus als vom Hersteller angegeben. So lag die Leserate von Samsungs T7 bei ungefähr 890 Mbps, die Schreibrate bei 840 Mbps. Zum Vergleich: Sandisks SSD lieferte im Benchmark eine Leserate von 920 respektive eine Schreibrate von 950 Mbps und schneidet somit einen Tick besser ab. Hier kann dafür die WD Elements SSD nicht mithalten, die aufgrund des lang­sameren USB-3.0-Ports eine Lese- und Schreibrate von um die 400 Mbps liefert. Und auch bei der Zugriffszeit schneidet Sandisks Modell am besten ab, mit einem Wert von 0,118 (Lesen) respektive 0,112 Millisekunden (Schreiben). Wie schnell Daten genau übertragen werden, hängt aber natürlich ganz davon ab, an welche Art von Computer und Port man die SSD anschliesst.

Ein Vorteil, den sowohl Samsungs als auch Sandisks Geräte mit sich bringen, ist wie erwähnt die Möglichkeit, die Datenträger zu verschlüsseln. Bei Samsungs T7 Touch ist dies gar mittels Fingerabdruck möglich. Der quadratische Fingerabdruckscanner findet sich auf der Oberseite des Geräts, ist standardmässig inaktiv, kann aber mit der Windows- und Mac­OS- App, die direkt auf der SSD geliefert wird, aktiviert werden. Die Android-App allerdings muss aus dem Google Play Store heruntergeladen werden, auf dem Datenspeicher findet sich lediglich ein Link zum Download. Möglich ist die Registrierung von bis zu vier Fingerabdrücken, welche die SSD via Sensor freischalten können. Ein etwas weniger innovativer Passwortmodus kann mittels Software aktiviert werden. Der Sicherheitsmodus per Fingerscan kann jederzeit ausgeschaltet werden. Um ihn wieder einzuschalten, muss man allerdings die gesamte Einrichtungsroutine erneut durchlaufen, was etwas mühsam ist, datenschutztechnisch aber durchaus Sinn macht.

Der Fingerabdruckscanner wird durch ein LED-Licht eingerahmt. Dieses zeigt dem Nutzer den aktuellen Gerätestatus an. Ist die SSD eingeschaltet, leuchtet das Quadrat durchgängig blau; werden Daten übertragen, rotiert das Farbfeld. Während der Identifikation des Fingerabdrucks blinkt die Anzeige abwechselnd farbig auf. Nach der Einrichtung muss das Laufwerk jedes Mal, wenn es an ein Gerät angeschlossen wird, entsperrt werden. Danach bleibt die SSD solange entsperrt, bis man sie vom angeschlossenen Gerät entfernt. Im Test gab es dabei keinerlei Probleme, ob am PC, Laptop oder Android-Handy (iOS wird derzeit leider noch nicht unterstützt). Der Scanner reagiert schnell: Finger drüberziehen und die SSD ist entsperrt – egal an welches Gerät sie gerade angeschlossen ist. Wichtig ist allerdings, dass man den registrierten Finger nicht nur ganz kurz auf den Sensor hält, da es gefühlt doch etwa eine Sekunde dauert, bis die Entsperrung klappt.

Die Software von Samsung für die SSD ist insgesamt einfach zu bedienen, bietet aber ausser der Einstellung beziehungsweise Auswahl der verschiedenen Schutzmethoden keine weiteren Funktionen. Dafür ist das Ganze in wenigen Minuten eingerichtet und falls man sich für den Fingerprint-Modus entscheidet, fällt danach die Softwarenutzung komplett weg.

Bei Sandisk ist die Software ebenfalls sehr minimal gehalten, erlaubt aber die Unterstützung der hardwarebeschleunigten AES-256-Bit-Verschlüsselung und einen einfach zu verwendenden Passwortschutz, der die SSD zu einer guten Wahl für alle macht, die sensible Daten mit sich herumtragen.

Preise und Verfügbarkeit

Die Portable SSD T7 Touch ist in der Schweiz in den Farben Schwarz und ­Silber und mit Speicherkapazitäten von 500 GB, 1 TB und 2 TB erhältlich. Sie ist mit Windows-, Mac- und Android-Betriebssystemen kompatibel und bietet eine eingeschränkte, dreijährige Garantie. Der Kostenpunkt liegt für 500 GB bei 83, für 1 TB bei 166 und für 2 TB bei 274 Franken.

Sandisks Extreme Portable SSD V2 gibt es ab 94 Franken (500 GB). Wer mehr Speicher möchte, zahlt 149 Franken (1 TB), 255 Franken (2 TB) respektive 560 Franken (4 TB).

Die WD Elements SE ist derweil in den Kapazitäten 480 GB (90 Franken), 1 TB (137 Franken) und 2 TB (227 Franken) verfügbar. Eine Auswahl bezüglich Farbe gibt es nur bei Samsung.

Die tabellarische Feature-Übersicht sowie die detaillierte Wertung können Abonnenten in der Ausgabe 11/2021 nachlesen. Noch kein Abo? Hier klicken und Versäumtes nachholen. (swe)
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