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Mehrere Unternehmen verlieren Swiss Hosting Label
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Mehrere Unternehmen verlieren Swiss Hosting Label

Das Label Swiss Hosting von Swiss Made Software bekommt ein Update im Hintergrund. Neu werden Label-Träger, die ins Ausland verkauft werden und damit das Label verlieren, offen aufgelistet. Das prominenteste und gleichzeitig jüngste Beispiel: Threema.
1. April 2026

     

Swiss Made Software, Herausgeber der Labels "Swiss Made Software", "Swiss Digital Services" und "Swiss Hosting" informiert zum Thema Digitale Souveränität im Zusammenhang mit seinem Swiss Hosting Label. Grundsätzlich schaut man zufrieden auf die Entwicklung des Labels seit dem Launch vor sieben Jahren zurück – es gebe aber auch Schattenseiten. Gerade der Verkauf einzelner Label-Träger ist Swiss Made Software ein Dorn im Auge: Das Abwandern von Schweizer Hosting-Anbietern an ausländische Mehrheitseigner reduziere die digitale Souveränität des Landes. Dies ist in einem Schreiben an die Label-Träger zu lesen.


Um mehr Transparenz zu schaffen und das Vertrauen in das Label zu stärken, ist auf der Website des Swiss Hosting Labels nun ein neuer Punkt in den FAQs zu finden: Eine Liste aller ehemaligen Label-Träger, denen wegen dem Verkauf ins Ausland das Label entzogen wurde. Unter den neun gelisteten Unternehmen findet sich etwa Webland, seit 2022 in der Hand der schwedischen Miss Group, und Metanet, seit 2022 Teil der deutschen Unternehmensgruppe Dogado.
Der prominenteste Fall auf der Liste ist aber der Messenger-Anbieter Threema. Threema ging 2026 an die deutsche Investitionsgesellschaft Comitis Capital und ist damit nicht mehr für das Label qualifiziert. Das eigentliche Problem entstand aber schon früher: Bereits 2024, als Threema den Vertrag mit Swiss Made Software unterschrieb, war die Firma schon seit 2020 im Besitz einer deutschen Investitionsgesellschaft (Afinum).

Laut den Vertragsbedingungen des Labels müssen Unternehmen mit dem Label jedoch zu zwei Dritteln in Schweizer Besitz sein, was 2024 damit bereits nicht mehr gegeben war. Swiss Made Software schreibt: "Threema wurde nun die Ungültigkeit des Vertrages infolge Täuschung mitgeteilt und aufgefordert, das Label Swiss Hosting umgehend zu entfernen." Das sei mittlerweile geschehen.


Auf Anfrage äussert sich Threema wie folgt zum Fall: Die beiden zentralen Versprechen des Labels – die Datenhaltung in der Schweiz und die Garantie, dass wenn überhaupt nur via Schweizer Behörden auf die Daten zugegriffen werden kann – erfülle man. "Beides trifft auch nach dem kürzlichen Besitzerwechsel uneingeschränkt auf Threema zu", so eine Threema-Pressesprecherin. Über den juristischen Weg am Label festzuhalten ist aus Sicht von Threema "die Sache nicht wert", worauf man das Label entfernt hat. (win)


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