"Ich bin erfreut, wie weit wir gekommen sind"

"Ich bin erfreut, wie weit wir gekommen sind"

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/06
Was macht denn Swiss Made Software für eine Trägerfirma besonders interessant?
Ich bin überzeugt, dass die Bedeutung der lokalen Herkunft in den letzten Jahren zugenommen hat, national wie international. Der Ursprungsgedanke greift heute wieder mehr, nachdem die Globalisierungswelle doch auch für Ernüchterung gesorgt hat. Die Auszeichnung Swiss Made ist ein lokaler Faktor, der sich gut exportieren lässt. Nicht zu vergessen ist zudem auch der Community-Gedanke. Man ist als Träger Teil der Swiss-Made-­Software-Community, wir versuchen nicht nur, die Unternehmen sichtbar zu machen, sondern auch untereinander zu vernetzen.

Um beim Thema der Notwendigkeit zu bleiben: Denken Sie, das Swiss-Made-­Label ist für die Schweizer Software-Branche heute wichtiger, als es das vor zehn Jahren war?
Es war damals notwendig, und die Notwendigkeit ist nicht geringer geworden in den letzten zehn Jahren. Ich glaube aber, der Wert von Swiss Made Software hat zugenommen, die Bedeutung der Schweiz als Softwarestandort, als Entwicklungsstandort und nicht zuletzt als Standort für Datenhaltung ist gestiegen.

Wenn Sie auf die letzten zehn Jahre Swiss Made Software zurückblicken – auf was sind Sie besonders stolz?
Sicherlich auf die Zahl der Träger, die wir heute bei uns vereinen. Stolz sind wir aber auch darauf, was wir mit unseren Events und Publikationen erreichen konnten.
Und gibt es etwas, das Sie heute anders machen würden?
Mit den Erfahrungen, die ich gemacht habe, würde ich vielleicht schneller und fokussierter eine gewisse Richtung einschlagen. In der ersten fünf Jahren Swiss Made Software waren wir noch ein etwas explorativ unterwegs. Wenn ich aber auf die zweite Hälfte blicke, gibt es nicht viel, was ich anders machen würde.

Können Sie mir noch etwas zu den Schwerpunkten erzählen, die Swiss Made Software in absehbarer Zukunft setzen möchte?
In diesem Jahr steht sicher der Geburtstag im Mittelpunkt, mit diesem Buch, aber auch mit einigen Events, die noch geplant sind. Dann wollen wir basierend auf dem gedruckten Buch vermehrt auch digital Inhalte publizieren. Dabei streben wir eine gewisse Regelmässigkeit an. Ein weiteres Thema, das uns beschäftigt, ist Hosting in der Schweiz. Wir sind aktuell daran, ein "Hosted in Switzerland"-Logo zu erarbeiten, um solchen Angeboten ein Gesicht zu geben. Wie bereits angesprochen sind wir überzeugt, dass die Bedeutung von Datenhaltung in der Schweiz noch zunehmen wird – nicht zuletzt wegen der jüngsten Datenskandale rund um Facebook und Co. Und auch sonst möchten wir uns etwas breiter aufstellen, uns öffnen, zum Beispiel auch Services rund um Software Platz einräumen. Und nicht zuletzt möchte ich unser Angebot für junge Menschen, die auf der Suche nach einem Praktikum oder einer Diplomarbeit sind, erwähnen. Wir bieten hier eine interaktive Webmap, wo Träger ihr Interesse angeben können, Projekte zu unterstützen. Aktuell haben wir zwischen 50 und 60 Unternehmen, die das tun – damit sind wir die grösste Ressource dieser Art in der Schweiz.

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