Eigene Gesundheitskarte von Swisscom

Swisscom scheint neue Bereiche erobern zu wollen: Am 1. Juli gründet der Telekom-Anbieter das Unternehmen "Evita", das Gesundheitskarten entwickeln soll.
15. Juni 2009

     

Neue Wachstumsfelder müssen her, denn seit Jahren schrumpft das Kerngeschäft von Swisscom, die Telefonie. Wie Swisscom-CEO Carsten Schloter (Bild) gegenüber dem Wirtschaftsmagazin "Eco" mitteilt, gründet der Telekom-Anbieter Anfang Juli ein neues Unternehmen namens "Evita" und stösst damit ins Gesundheitswesen vor. Evita soll eine persönliche Gesundheitskarte entwickeln, worauf Daten wie Angaben zur Person, Arzt- und Spitalberichte oder auch Röntgenbilder gespeichert werden.


Schloter zeigt sich überzeugt, dass sich die Qualität der medizinischen Betreuung durch den Einsatz von Informatik- und Telekom-Technologien steigern lässt. Ausserdem könne man so die Kosten senken. Angaben über die Grösse der Investition macht Schloter keine. Das Unternehmen beschäftigt aktuell sechs Personen.


Swisscom ist bereits in zwei anderen Bereichen des Gesundheitswesens aktiv. So besitzt der Telekom-Anbieter 40 Prozent des Basler Telemedizinunternehmens Medgate. Zudem betreut Swisscom mit Curabill in Pfäffikon (SZ) das Abrechnungswesen für Ärzte, Spitäler und Labors. Die 100-Prozent-Tochter beschäftigt momentan 36 Mitarbeiter.


Das gesamte Interview mit Carsten Schloter wird am Montagabend um 22:25 Uhr auf SF1 ausgestrahlt. Ein Gespräch mit dem Swisscom-Chef findet man auf der Eco-Webseite.




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