Die dänische Regierung hat 2025 angekündigt, von Windows und
Microsoft Office auf Open-Source-Alternativen umsteigen zu wollen, um die Abhängigkeit von US-Herstellern zu reduzieren. Der Plan war unter anderem, Office durch die britische Lösung
Collabora zu ersetzen. Dieses Vorhaben ist dem dänischen Ministerium für Digitalisierung, bei dem der erste Test für die Umstellung erfolgen sollte, offenbar nicht gelungen, wie das niederländische Online-Magazin "iBestuur"
meldet.
Demnach wurde der letztes Jahr begonnene Pilotversuch mit Collabora abgebrochen – es sei unklar, ob das Ministerium seine Aufgaben ohne Microsoft Office überhaupt hätte weiter durchführen können. Konkret haben 38 Mitarbeitende des Ministeriums im Sommer 2025 in einem Pilotversuch damit begonnen, Collabora zu testen. Im Frühling 2026 wurde das Experiment dann stillschweigend beendet. Ein Sprecher habe bestätigt, dass es keine Pläne gebe, den Umstellungsversuch weiterzuführen. Auch die vorgesehene Bewertung des Experiments sei nicht erfolgt.
Einer der Gründe für den Abbruch seien Probleme beim Austausch von Dokumenten zwischen den Microsoft-Formaten und den Formaten der Open-Source-Lösung gewesen, und dabei hat es offenbar gehapert. Beim Öffnen von Office-Dokumenten in Collabora soll es zum Beispiel zu leeren Seiten gekommen sein, und auch andere Formatierungsprobleme seien aufgetreten. Da aber keine Bewertung mit einem Vergleich der beiden Lösungen vorliegt, lässt sich nicht einmal sagen, ob die aufgetretenen technischen Probleme gelöst werden konnten und ob sich Collabora überhaupt als Alternative zu Microsoft Office gezeigt hat.
(ubi)