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Abkehr von US-Cloud-Anbietern soll Europa 115 Milliarden Euro kosten
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Abkehr von US-Cloud-Anbietern soll Europa 115 Milliarden Euro kosten

Ein Wechsel von US-Cloud-Konzernen zu europäischen Anbietern soll die Länder Europas laut einer von Big Tech finanzierten Studie bis zu 115 Milliarden Dollar kosten.
15. Oktober 2026



In einer von Big Tech unterstützten Studie wird europäischen Ländern vorgerechnet, dass eine Abkehr von US-Cloud-Providern die Summe von 115 Milliarden Euro kosten könnte. Wie "The Register" berichtet, wurde die Studie von der Lobby-Guppierung CCIA Europa in Auftrag gegeben, der auch Amazon, Google und Meta angehören; allesamt Konzerne, die ein lebhaftes Interesse daran haben, dass Europas Behörden weiterhin auf US-Cloud-Dienste setzen. Durchgeführt wurde sie vom European Centre for International Political Economy.


Die Studie kommt zum Schluss, dass das von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Gesetz zur Entwicklung von Cloud- und KI-Technologie (CADA) in Europa über die nächsten zehn Jahre Kosten von 115 Milliarden Euro verursachen könnte. Die von der EU-Kommission veranschlagte Obergrenze von 18 Milliarden, würde damit um ein Vielfaches übertroffen.
Die Fokussierung auf europäische Cloud-Anbieter würde die Unternehmen mit hohen Kosten für die Migration und Neuprogrammierung von Software belasten. Die Studie schätzt die Kosten für den öffentlichen Sektor auf 33,3 Milliarden Euro, während weitere 80 Milliarden Euro auf die Privatwirtschaft zukommen sollen.

Um die Kosten für einzelne Länder unterschiedlicher Grösse vergleichbar zu machen, wurden die Kosten auf die Erwerbspersonen heruntergerechnet. So belaufen sich in der EU-27 die mittleren Kosten pro Erwerbstätigen auf 548 Euro. Weiter sollen auf Luxemburg mit 1711 Euro pro Arbeitnehmer die grössten Kosten zukommen. Auf den nächsten Plätzen folgen Dänemark und Österreich mit Kosten von 905 respektive 900 Euro.


Unter dem Strich fordert die Studie die EU-Regierungen auf, das Cloud-Gesetz zu überarbeiten und die Souveränitätsanforderungen auf sensible Workloads zu beschränken. Dazu soll auf Anforderungen verzichtet werden, welche auf der Herkunft der Unternehmen basieren. Weiter heisst es, die Mitgliedstaaten könnten sich nicht auf die unvollständigen Schätzungen der Kommission verlassen. Unter dem Strich würden Steuerzahler und Unternehmen die Zeche zahlen müssen. (rd)


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