Für ein Unternehmen wie bofrost*, das seine Kundinnen und Kunden mit Tiefkühlprodukten beliefert, sind stabile Abläufe und eine verlässliche Kommunikation entscheidend. Die bisherige Lösung hatte diese Anforderungen zwar über Jahre erfüllt, stösst im Alltag mit wachsender Digitalisierung jedoch an ihre Grenzen. Vor allem die begrenzte Bandbreite und nicht zuletzt die hohen Kosten machten deutlich, dass eine Modernisierung notwendig geworden war.
Aus teurer Lösung wird Modernisierungsprojekt
Bisher setzte bofrost* suisse auf eine MPLS-Infrastruktur (Multiprotocol Label Switching) von Swisscom als Netzwerkverbindung, zusätzlich auf Ihr Festnetztelefonie und mobile Abos mit jährlichen Kosten von über 150'000 Franken. Der gesamte Datenverkehr lief über eine 10-Mbit-Leitung in die Rechenzentren der Hauptzentrale in Italien. Für einen Betrieb mit rund 50 Arbeitsplätzen und acht Standorten war das zunehmend unpraktisch.
Im Alltag führte die alte Infrastruktur zu spürbaren Einschränkungen. Die Verbindungen waren nicht nur langsam, sondern erzeugten auch erhöhte Latenzzeiten und eine schlechte Nutzung der vorhandenen Bandbreite. Selbst Videokonferenzen über Microsoft Teams waren unter den bestehenden Bedingungen teilweise nur über Umwege möglich. Die Folge waren unnötige Verzögerungen und ein deutlich höherer Koordinationsaufwand im Tagesgeschäft.
Klare Ziele für den Neustart
Gesucht war deshalb eine Lösung, die die Standorte sicher und stabil verbindet, dabei aber deutlich günstiger und einfacher zu betreiben ist. Gleichzeitig wollte das Unternehmen einen Partner an seiner Seite, der nicht nur die technische Umsetzung liefert, sondern auch im laufenden Betrieb unterstützt und bei künftigen Anpassungen begleitet. Die Umstellung sollte möglichst ohne Unterbruch im Betrieb erfolgen.
Entscheidend waren deshalb für den Entscheid für iWay und seinen Partner Comsolutions vor allem zwei Faktoren: die grossen Einsparpotenziale bei der Vernetzung und die enge Betreuung durch Comsolutions. Comsolutions begleitet Unternehmen mit Lösungen in den Bereichen Internet, Telefonie, Software, Hardware und Support. iWay steuert die passende Infrastruktur und die technische Umsetzung bei. Swisscom hätte zwar umfassende Netzwerkkompetenzen, deckt allerdings nicht alle zusätzlichen Anforderungen im Arbeitsalltag ab. Dazu gehören unter anderem Themen wie Mobile-Integration, Applikationen, WLAN-Infrastruktur sowie Unterstützung bei Endgeräten und Arbeitsplatzlösungen.
Vor Umstellung mit MLPS-Infrastruktur (Bsp: Rack Vorder/Rückseite HQ Freienbach) (Quelle: zVg)
Schrittweise Umstellung statt grossem Schnitt
Comsolutions hatte den Kunden bereits seit 2022 darauf hingewiesen, dass schnellere und zugleich günstigere Verbindungen möglich wären. Statt der bisherigen MPLS-Lösung wurde für die neue Lösung eine Site-to-Site-VPN-Verbindung vorgeschlagen. iWay wurde früh in das Projekt eingebunden und wirkte bereits im Kick-off aktiv mit. Das half, die neue Lösung intern zu verankern und die Umsetzung auf eine solide Basis zu stellen.
Die Ausgangslage war dennoch anspruchsvoll. Die zentrale IT wird von Italien aus betrieben, weshalb die Verantwortlichen zunächst eher skeptisch auf die geplante Umstellung reagierten. Hinzu kam, dass mehrere Standorte in der Schweiz gleichzeitig betroffen waren, darunter Standorte in der Nähe von Lugano, Lausanne, St. Gallen und Basel. Umso wichtiger war ein Vorgehen in einzelnen Etappen.
Zunächst wurde die Telefonie bis Ende 2025 umgestellt. Anschliessend folgte bis Ende Januar 2026 die Migration der Netzwerkverbindungen. So liess sich das Projekt Schritt für Schritt umsetzen, ohne den laufenden Betrieb unnötig zu belasten. Eine spätere Optimierung der Mobiltelefonie-Abonnemente ist bereits vorgesehen.
Koordination als zentrale Aufgabe
Besonders anspruchsvoll war die Organisation vor Ort. Pro Standort mussten lokale Elektriker eingebunden werden, damit zusätzliche Internetanschlüsse bereitgestellt werden konnten. Zudem erschwerten Restriktionen des bisherigen Anbieters die Einbindung der neuen Telefonielösung, weshalb zwischenzeitlich parallel zwei Installationen nötig waren. Auch die kurze Umsetzungsfrist von rund einem Monat stellte das Projektteam vor hohe Anforderungen.
Auf Kundenseite wurde das Projekt vor allem von Jrene Züger und Titus Steinegger begleitet. Beide kennen die internen Abläufe gut und fungierten als zentrale Schnittstelle zu Comsolutions. Da bofrost* in der Schweiz keine eigene interne IT-Abteilung hat, war Zügers Rolle besonders wichtig. Gerade bei einer Umstellung über mehrere Standorte hinweg entscheidet oft nicht nur die Technik, sondern genauso auch die Qualität der Kommunikation und Abstimmung mit dem Kunden über den Projekterfolg.
Nach Umstellung mit Site-to-Site-VPN-Verbindung von iWay (Bsp: gleiches Rack) (Quelle: zVg)
Mehr Leistung bei viel tieferen Kosten
„Die neue Lösung bringt uns deutliche Vorteile. Vor allem finanziell ist die Wirkung klar messbar: Das Einsparpotenzial liegt bei rund 100’000 Franken pro Jahr“, sagt Jrene Züger. „Und vor allem wurde die verfügbare Bandbreite massiv erhöht – in einzelnen Fällen bis zu 100-fach.“
Im Alltag zeige sich das in schnelleren Abläufen, stabileren Verbindungen und einer deutlich einfacheren Kommunikation zwischen den Standorten. Auch die Telefonie lasse sich nun wesentlich unkomplizierter verwalten. Für die Mitarbeitenden bedeute das weniger technische Hürden und mehr Verlässlichkeit im Tagesgeschäft.
Das Projekt bei bofrost* suisse zeigt exemplarisch, wie sich gewachsene und teure Infrastrukturen mit dem richtigen Partner neu aufstellen lassen. Entscheidend war dabei das Zusammenspiel aus technischer Kompetenz, partnerschaftlicher Begleitung und einer schrittweisen Umsetzung, die den laufenden Betrieb nicht aus dem Takt brachte.
Aus einer kostenintensiven und in die Jahre gekommenen Lösung (s. dazu Bilder 1 und 2) wurde so eine moderne Infrastruktur (s. Bilder 3 und 4 mit den neuen Anschlüssen im alten Rack), die besser zu den heutigen Anforderungen passt. bofrost* suisse verfügt damit über eine leistungsfähigere Basis für seine Standorte und über mehr Spielraum für die weitere Entwicklung.
Die Autoren
Dejan Crvenkovic ist Verkaufsleiter beim Internetanbieter iWay. Als Full Service Provider bietet das Unternehmen Lösungen für Internet, TV, Telefonie, Mobile, Vernetzungen und Cloud Services für B2B- wie auch B2C-Kundschaft.
Christof Schnellmann ist Inhaber und Geschäftsführer der Firma Comsolutions aus Wangen SZ. Der iWay-Partner bietet KMU Unterstützung in den Bereichen Internet, Telefonie, Software, Hardware und IT-Support.