Die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) hat mit Beginn des Herbstsemesters 2026 den obligatorischen Kurs "KI für Studierende" eingeführt. Er richtet sich an sämtliche neu eintretenden Bachelorstudierenden und soll vermitteln, wie künstliche Intelligenz im Studium sinnvoll, kritisch und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann.
Im Kurs lernen die Studierenden unter anderem, KI für Recherchen, das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten, das Programmieren und die Prüfungsvorbereitung einzusetzen. Gleichzeitig sollen sie lernen, Grenzen der Technologie zu erkennen und KI-generierte Inhalte kritisch zu überprüfen. Ein weiterer Aspekt des Kurses sei die wissenschaftliche Integrität, etwa bezüglich transparentem Einsatz von KI und bei Quellenangaben.
Thematisiert wird zudem der Einsatz von KI im persönlichen Lernprozess. Die Studierenden müssen dazu eigene Anwendungsfälle entwickeln, beispielsweise für die Lernplanung oder Prüfungsvorbereitung. Ausgewählte Ansätze sollen anschliessend als Best Practices mit anderen Studierenden geteilt werden.
"KI wird ohnehin eingesetzt", erklärt Tobias Häberlein, Leiter der Arbeitsgruppe "KI in der Lehre" an der
FFHS, und fügt an: "Wir betrachten die Nutzung der Künstlichen Intelligenz als Dialog. Die KI unterstützt, aber der Mensch führt, definiert die Richtung und fällt die Entscheidungen."
(mw)