Nach einer Zeit intensiver Entwicklung hat Linus Torvalds den Linux Kernel in Version 7.2 offiziell freigegeben. In der letzten Phase gab es einige Probleme mit dem DRM Scheduling Code zu lösen, trotzdem konnte der Release nun plangemäss erfolgen. Neben der erforderlich gewordenen Rückkehr zum DRM FIFO Scheduler enthält Version 7.2 eine ganze Reihe von Fixes, zum Beispiel bei Gerätetreibern, Netzwerkinfrastruktur, architekturbezogenen Files sowie beim Perf-Kern.
Linus Torvalds in den
Release Notes dazu: "Nun, diese letzte Woche vor der Veröffentlichung war – wieder einmal – aufwendiger, als ich es mir gewünscht hätte, aber hey, angesichts dieser ganzen 'neuen Normalität' – wenn ich Veröffentlichungen aus diesem Grund verschieben würde, gäbe es wahrscheinlich gar keine Veröffentlichung mehr. Es gibt eine Reihe relativ später Reverts – besonders auffällig sind die Rückgängigmachungen im Zusammenhang mit dem DRM Sceduling, aber es sind auch noch ein paar andere dabei. Das mag vielleicht nicht besonders schön sein, aber es ist der richtige Weg, um mit Situationen umzugehen, in denen man feststellt: 'Oh, dieser Code war noch nicht ausgereift und hat Probleme verursacht.'"
An neuen Features liefert die neue Ausgabe des Linux-Kernels Cache Aware Scheduling, Basissupport für Apples M3-Chip sowie Unterstützung für das Protokoll USB4Stream und AMDGPU HDMI 2.1. Dazu kommen Verbesserungen bei verschiedenen Gerätetreibern für Intel- und AMD-Hardware, darunter Performance-Verbesserungen und schnelleres Polling für die Intel-Grafikkarte Arc B390, wie
ein Bericht von "Phoronix" schildert.
(ubi)