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AWS Summit 2026: Mit Praxisbezug zur Lösung
Quelle: AWS

AWS Summit 2026: Mit Praxisbezug zur Lösung

AWS fokussiert am diesjährigen Summit in Zürich auf praktische Ansätze zur Lösungsfindung. Davon sollen alle Seiten profitieren – von Kunden bis zum Nachwuchs.
13. August 2026



Am 2. September 2026 findet der AWS Summit Zürich statt. Erstmals wird der jährliche Event in der Messe Zürich abgehalten. Auf dem Programm stehen über 80 Sessions, Chalk Talks und Hands-on-Formate zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Cloud-Transformation, Security und digitale Souveränität. Im Fokus stehen Praxisbeispiele, Kundenerfahrungen und der Austausch mit den anwesenden AWS-Experten.

Die Eröffnungs-Keynote wird Felix Schoenherr, seit dem 1. Juni 2026 Country Manager Switzerland von AWS, halten. Als internationale Keynote-Speakerin wird Rory Richardson, Director Next Generation Developer Experience, GenAI GTM bei AWS, erwartet. Weiter gewähren verschiedene AWS-Kunden Einblicke in Projekte, die sie mit dem Cloud-Anbieter umgesetzt haben.


Unter dem übergreifenden Motto "vom Problem zur Lösung" liegt der Fokus des diesjährigen Schweizer Summits mitunter auf Agentic AI und der Frage, wie Unternehmen KI-Agenten entwickeln, einsetzen und skalieren können. Weitere Themen sind die souveräne Cloud, Data & Analytics, Cloud-Migration und IT-Modernisierung sowie verschiedene Branchenlösungen. Ebenfalls zentral ist das Thema Bildung: Der Summit bietet neben den Weiterbildungsmöglichkeiten für Entwickler und Engineers auch eine dedizierte Studenten und Lehrlings-Zone.

Für Partner startet das Programm sogar schon früher. Am Vortag, dem 1. September, findet im JED Events Zürich der AWS Partner Summit statt.

"Swiss IT Magazine" hat im Vorfeld des Anlasses mit Christoph Schnidrig, Head of Technology Switzerland von AWS, gesprochen.
"Swiss IT Magazine": Herr Schnidrig, werfen wir erst einen Blick auf die letzten AWS Summits in Zürich. Was ist Ihnen aus den letzten Jahren besonders geblieben?

Christoph Schnidrig: Was mir besonders geblieben ist, ist die Energie, die entsteht, wenn Schweizer Unternehmen ihre echten Erfahrungen teilen. Letztes Jahr hatten wir über 70 Sessions und die Bandbreite war beeindruckend – von Syngenta, die mit Machine Learning Millionen von Landwirten unterstützen, über Alpiq, die eine Echtzeit-Datenplattform für den Energiehandel aufgebaut haben, bis hin zu Postfinance, die als systemrelevante Bank den Weg in die Cloud beschritten haben.


Und wenn sie noch etwas weiter zurückblicken: Wie hat sich der Event über seine Iterationen hinweg verändert?

Was sich jedes Jahr verstärkt: Die Gespräche werden konkreter. Es geht nicht mehr um die Frage, ob Cloud oder KI, sondern um die Frage, wie. Und die Qualität der Antworten, die aus der Schweizer Community kommen, ist auf einem extrem hohen Niveau. Der Summit ist das Schaufenster dafür.

Das Programm steht 2026 unter dem Motto "vom Problem zur Lösung". Wo verorten Sie denn derzeit die grössten "Probleme" – Herausforderungen, Hürden, Risiken – im IT-Bereich?

Ich sehe drei grosse Spannungsfelder. Erstens: Die Geschwindigkeit, mit der sich Technologie entwickelt, steht in einem Missverhältnis zur Geschwindigkeit, mit der Organisationen sie umsetzen können. Der Weg von einer guten Idee zu einer produktiven Lösung dauert in vielen Unternehmen nach wie vor Monate – und in dieser Zeit hat sich die Welt schon wieder gedreht. Zweitens: Das Thema Datenschutz und Kontrolle. In der Schweiz wird viel über Datenhoheit diskutiert – und das ist absolut richtig. Aber um Risiken wirklich einschätzen zu können, muss man die technischen Details verstehen. Genau deshalb kommen am Summit Kunden wie Pictet, die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern oder Wallee als innovativer Player im Schweizer Zahlungsverkehr auf die Bühne und zeigen konkret, wie sie Datenschutz, Compliance und Innovation unter einen Hut bringen. Und drittens: Der Fachkräftemangel, der sich paradoxerweise in einem Moment verschärft, in dem die Technologie eigentlich mehr Leute befähigen könnte als je zuvor.
"Die angesprochene Lücke im Talent-Pool entsteht nur, wenn wir nicht investieren – die Werkzeuge dafür haben wir."

-Christoph Schnidrig, Head of Technology Switzerland von AWS

Ohne zu viel zu einzelnen Programmpunkten verraten zu müssen – wie adressiert AWS diese Bereiche und wie begleitet man die Kunden und Partner auf dem Weg zu den notwendigen Lösungen?

Das Motto "vom Problem zur Lösung" ist bewusst gewählt. AWS-CTO Werner Vogels hat es kürzlich in seinem Blog auf den Punkt gebracht: Coding Agents und generative KI verkürzen den Weg vom erkannten Problem zum funktionierenden Prototyp radikal. Das verändert die Art, wie wir Software bauen, fundamental. Konkret sehen wir das am Summit an mehreren Stellen: Mit Amazon Bedrock und AgentCore können Teams heute modulare KI-Agenten bauen, die zusammenarbeiten, Werkzeuge teilen und sie evaluieren lassen – mit den nötigen Governance-Strukturen für regulierte Industrien. Zürich Insurance und Roche zeigen am Summit, wie das in der Praxis aussieht. Mit unserer agentischen Entwicklungsumgebung Kiro und dem neuen AI-Driven Software Development Lifecycle verschieben wir den Ausgangspunkt: Statt zuerst wochenlang Dokumente zu schreiben, baut man einen Prototyp, testet ihn, und dokumentiert danach – fundierter, weil man etwas Reales in der Hand hatte.


Was bieten Sie diesbezüglich im Rahmen des Summits?

Chalk Talks, Code Talks, Workshops. Wer am Morgen kommt, kann am Nachmittag etwas Funktionierendes mitnehmen. Das ist "vom Problem zur Lösung" – live, an einem Tag.

Bekannterweise sind Sie selbst grosser Verfechter der Bildungsprogramme von AWS Schweiz und teils federführend in deren Ausgestaltung. Gerade für Studenten soll der AWS Summit 2026 laut Vorankündigung einiges bereithalten. Was darf die Nachwuchsgeneration vom Event erwarten?

Die AWS Student Zone ist dieses Jahr ein eigenständiger Bereich in Halle 5 – ein richtiges Sprungbrett in die Tech-Welt. Dort finden Career Speeches statt, bei denen Fachleute aus verschiedenen Tech-Berufen ihren Werdegang teilen und zeigen, welche Wege in die Branche führen. Dazu gibt es Hands-on-Workshops, in denen Studierende selbst bauen. Also keine PowerPoint-Vorträge, sondern echte Projekte.
Haben Sie Beispiele für die Hands-on-Workshops?

Ein Highlight sind die "Solve It, Ship It"-Challenges: Kann man in 30 Minuten eine funktionierende Lösung für ein reales Problem bauen, beispielsweise für Nachhaltigkeit, Bildung oder Healthcare? Die Antwort ist ja, mit den richtigen Tools. Und bei "Startup in a Day" erleben Studierende mit Kiro den ganzen Weg von der Idee bis zur deploybaren App. Es gibt Sessions wie "From Campus to Career", die ganz konkret aufzeigen, wie AWS-Skills den Einstieg in die Branche erleichtern. Und die Studierenden treffen direkt auf führende Arbeitgeber aus der Schweiz.


Was war Ihnen bei der Planung dieser Sessions besonders wichtig?

Dass der Nachwuchs am Summit nicht nur zuschaut, sondern mitmacht. Wir wollen die Schwellenangst nehmen – Technologie wird zugänglicher, und das sollen sie an diesem Tag selbst erleben.

Als aktuelles Dauerthema steht KI auch dieses Jahr wieder gross auf der Agenda des Summits. Vielerorts ist aber zu hören, dass ganz besonders Entry-Positionen durch den KI-Vormarsch gefährdet sind. Wie kann die Branche im Allgemeinen und AWS als Unternehmen die Studierenden, Lernenden und anderen Entry-Level-Fachkräfte trotz der KI-Konkurrenz so fördern, dass kein Loch im Talent-Pool entsteht?

Das ist eine entscheidende Frage, und ich glaube, das Narrativ "KI ersetzt Einstiegspositionen" greift zu kurz. KI verändert, was in einer Einstiegsposition passiert. Sie eliminiert nicht den Bedarf an Menschen, sondern die Dinge, die bisher als unumgängliche Pflichtübungen galten.

Wie vermitteln sie das im Rahmen des Summits?

Ein konkretes Beispiel wäre etwa der Agentic Football Cup. Das ist ein Hands-on-Workshop, bei dem Teilnehmende – darunter viele ohne tiefe Coding-Erfahrung – in kurzer Zeit KI-Agenten bauen, die in einem simulierten Fussballspiel gegeneinander antreten. Sie lernen dabei Multi-Agent-Zusammenarbeit, Prompt Engineering und iterative Verbesserung. Nach 90 Minuten haben sie etwas gebaut, das funktioniert. Vor zwei Jahren wäre das schlicht nicht möglich gewesen – die Technologie dafür existierte noch gar nicht.
"Wer seinen Laptop zum Summit mitbringt, geht am Abend mit etwas Gebautem nach Hause."

-Christoph Schnidrig, Head of Technology Switzerland von AWS

Aber was heisst das unter dem Strich für den Nachwuchs?

Die Einstiegshürde sinkt dramatisch. Wer heute eine Idee hat und neugierig ist, kann mit den richtigen Werkzeugen in kürzester Zeit einen Prototyp bauen. Das ist eine riesige Chance für junge Talente: Sie können früher mehr Wirkung erzielen. Unsere Aufgabe als Branche ist es, diesen Menschen die Skills zu geben. Bei AWS machen wir das über die Training & Certification Zone am Summit, über kostenlose Online-Kurse und durch Events wie den genannten Agentic Football Cup. Und mit der Student Zone bieten wir eine Brücke zwischen Hochschule und Arbeitsmarkt. Die angesprochene Lücke im Talent-Pool entsteht nur, wenn wir nicht investieren – die Werkzeuge dafür haben wir.


Mit Blick auf den nun anstehenden Event: Welches sind Ihre persönlichen Highlights des AWS Summit 2026? Gibt es Programmpunkte oder Begegnungen, auf die Sie sich besonders freuen?

Ich freue mich ehrlich gesagt auf drei Dinge ganz besonders. Erstens: Die vielen Vorträge, bei denen Kunden auf der Bühne stehen, etwa SBB, Swiss Post, das Bundesamt für Energie, Hilti, Swissport, Dormakaba und viele weitere. Geschichten aus erster Hand – das ist der grösste Mehrwert des Summits. Zweitens: Die vielen Hands-on-Workshops. Ich bin ein grosser Fan davon, Dinge selbst auszuprobieren. Wer seinen Laptop zum Summit mitbringt, geht am Abend mit etwas Gebautem nach Hause. Das ist für mich der Kern von "vom Problem zur Lösung". Und drittens freue ich mich auf die Student Zone. Mir liegt daran, die junge Generation zu inspirieren – sie sollen sehen, was heute alles möglich ist, und diese Energie mitnehmen. Wenn die Jungen den Summit verlassen und sich denken "Ich will das auch können, ich weiss jetzt, wohin die Reise geht", haben wir etwas richtig gemacht.

"Swiss IT Magazine" ist Medienpartner des AWS Summit Zürich 2026.

AWS Summit Zürich 2026 – Übersicht

• Datum: Mittwoch, 2. September 2026
• Ort: Messe Zürich, Oerlikon (zuvor: Halle 550)
• Programm: 80+ Sessions und Chalk Talks
• Weitere Infos auf der Webseite
• Registrierung unter diesem Link möglich



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