OpenAI prüft laut
einem Bericht des "Wall Street Journal" (Pawall, via "
Winfuture") tiefere Preise für die Nutzung von ChatGPT. Als Grund nennt die Zeitung, dass OpenAI damit auf den zunehmenden Druck der Konkurrenz – sprich
Google und
Anthropic – sowie auf Beschwerden seitens Unternehmenskunden reagiere. Diese nämlich hätten ihre Budgets für KI für dieses Jahr oftmals schon ausgeschöpft und würden die hohen Kosten für KI-Tokens kritisieren. Offenbar erwartet man bei
OpenAI, dass Anthropic in Kürze Preissenkungen ankündigt, gleichzeitig unterbiete Google rund um die Gemini-Modelle die Preise der Mitbewerber bereits jetzt. Entsprechend werde bei OpenAI intern über Gegenmassnahmen diskutiert, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Zusätzliche Dynamik erhalte der Wettbewerb durch die Kapitalmärkte, schreibt "
CNBC" weiter. Laut Medienberichten haben sowohl OpenAI als auch Anthropic zuletzt vertraulich Unterlagen für Börsengänge in den USA eingereicht. Zudem schloss Anthropic Ende Mai eine Finanzierungsrunde ab, die das Unternehmen mit rund 965 Milliarden US-Dollar bewerten soll. OpenAI war im März im Rahmen einer Finanzierungsrunde mit rund 852 Milliarden US-Dollar bewertet worden. Die Entwicklung der Nutzerbasis könnte für einen erfolgreichen Börsengang entscheidend sein, gleichzeitig schreiben sowohl OpenAI als auch Anthropic bereits jetzt hohe Verluste, da die Kosten für die KI-Rechenzentren enorm sind.
(mw)