Spotify erweitert seine Plattform um gesprochene Magazinartikel und will damit neben Musik, Podcasts und Hörbüchern ein weiteres Audioformat etablieren. Zum Start umfasst das Angebot über 650 englischsprachige Artikel aus Publikationen wie "Rolling Stone", "The Atlantic", "Vogue", "Variety", "Billboard", "GQ", "Wired", "Vanity Fair" und "Pitchfork", wie
Spotify mitteilt.
Die vertonten Beiträge sind jeweils kürzer als zwei Stunden und für Premium-Nutzer sind sie im monatlichen Hörbuchkontingent enthalten. Nutzer mit kostenfreiem Abo können einzelne Artikel für 1,99 US-Dollar kaufen. Spotify sieht das Format als kürzere und leichter zugängliche Ergänzung zu Hörbüchern, mit der Nutzer an längere Audioinhalte herangeführt werden sollen.
Inhaltlich setzt der Streaming-Dienst vor allem auf Themen rund um Musik, Kultur und Unterhaltung. Laut Colleen Prendergast, Licensing Lead bei Spotify Audiobooks, sollen die Artikel eine natürliche Erweiterung der Inhalte sein, die Nutzer bereits auf der Plattform hören. Auch Rolling-Stone-CEO Julian Holguin spricht von einer naheliegenden Zusammenarbeit, weil beide Marken Musik und Kultur verbinden.
Der Test passt zu Spotifys breiterem Ausbau im Audiobereich. Erst kürzlich hatte der Dienst mit Studio eine Desktop-App angekündigt, mit der sich auf KI-Basis personalisierte Podcasts generieren lassen ("Swiss IT Magazine"
berichtete). Während Studio noch als Research Preview für ausgewählte Nutzer geplant ist, sollen die neuen Artikel in unterstützten Märkten mit Hörbuchangebot direkt verfügbar sein.
(dow)