Der Monthly Cyber Threat Report von Check Point für den April 2026 zeigt, das Cyberattacken global gestiegen sind. Weltweit verzeichnete Unternehmen im April im Durchschnitt 2201 Angriffe pro Woche, ein Plus von 10 Prozent Vergleich zum Vormonat und von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Betrachtet man Ransomware-Attacken, ergibt sich im April ein Anstieg vom 10 Prozent. Für Check Point bestätigt dies, dass Ransomware eine zentrale Einkunftsquelle von Cyberkriminellen bleibt.
Die Anzahl erkannter Angriffe nimmt auch im DACH-Raum zu. In Deutschland stieg sie um 4 Prozent auf 1377 pro Woche, in Österreich gar um 17 Prozent auf 2122. Unser östliches Nachbarland liegt damit an der fragwürdigen Spitze im deutschsprachigen Raum und übertrifft auch den europäischen Durchschnitt von 1848 Attacken deutlich. In der Schweiz dagegen hat sich die Zahl der Angriffe pro Woche nur um 1 Prozent auf 1246 erhöht. Dennoch warnt Marco Pierro, Country Manager Switzerland bei
Check Point: "Die Schweiz zeigt sich mit einem minimalen Anstieg von einem Prozent auf 1246 wöchentliche Angriffe zwar stabiler als die Nachbarländer, doch das darf nicht zur Sorglosigkeit verleiten. Mehr als 1200 Attacken pro Woche bedeuten anhaltenden Druck, insbesondere auf den öffentlichen Sektor und das Gesundheitswesen. Die relative Stabilität ist kein Grund zur Entwarnung, sondern eine Chance, Sicherheitsmassnahmen proaktiv zu stärken." Neben den Healthcare-Sektor werden demnach hierzulande besonders Energie- und Versorgungsunternehmen und das Bildungswesen angegriffen.
Auch global gesehen stand im April 2026 das Bildungswesen mit durchschnittlich 4946 Angriffen pro Organisation und Woche besonders im Fokus der Cyberkriminellen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 8 Prozent. Dahinter folgt der Regierungssektor mit 2797 Angriffen, ein leichter Rückgang um 1 Prozent. Den dritten Rang belegt die Telecom-Branche mit 2728 Attacken (+3 %). Und auch der Sektor Gastgewerbe, Tourismus und Freizeit verzeichnet bereits im Vorfeld der Hauptreisezeit einen fortgesetzten Aufwärtstrend. Betrachtet man die Weltregionen, liegt Lateinamerika mit 3364 angriffen und einem Plus von 20 Prozent im Jahresbereich an der Spitze globalen Statistik. Dicht dahinter folgt die Region APAC mit 3213 Attacken (+4 %). Auf Platz 3 liegt Afrika mit 2940 Angriffen – hier ging die Anzahl um 9 Prozent zurück. Ein Plus von 9 Prozent War in Europa zu beobachten (1848 Angriffe), ein Marginales Plus in Nordamerika (1499 Angriffe).
Check Point weist in dem Bericht zudem auf die Risiken durch generative KI hin. Die zunehmende Integration von GenAI in den Arbeitsalltag übersteigen die Anpassungsfähigkeit von Governance- und Sicherheitskontrollen. So berge jeder 28. GenAI-Prompt ein hohes Risiko der Preisgabe sensitiver Daten, wovon 90 Prozent der Unternehmen betroffen seien, die regelmässig GenAI-Tools verwenden. Weitere 19 Prozent der Prompts enthalten demnach potenziell sensible Informationen. Dazu kommt, dass in den Unternehmen durchschnittlich 10 verschiedene GenAI-Tools im Einsatz stehen – dies deute auf eine fragmentierte Einführung hin. Im Durchschnitt generiert ein Nutzer im Unternehmen 77 Prompts pro Monat.
(ubi)