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In Europa nehmen Cyberangriffe zu - in der Schweiz hingegen ab

In der Schweiz ist die Zahl der Cyberangriffe im vergangenen Januar deutlich gesunken. Ein Grund zur Entspannung ist das aber nicht, wie die globale Lage unterstreicht.
17. Februar 2026

     

Im vergangenen Januar kam es durchschnittlich zu 1093 wöchentlichen Angriffen auf Schweizer Organisationen. Das entspricht minus 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aktuelle Zahlen des IT-Security-Anbieters Check Point unterstreichen. Ein Grund zur Entspannung sehen die Experten für die Schweizer Wirtschaft jedoch nicht. Besonders beliebte Ziele waren demnach der Energiesektor, die öffentliche Verwaltung sowie der Bereich Lebensmittel und Dienstleistungen.

"In der Schweiz mag das Volumen der Attacken gesunken sein, die Intensität mit der Schweizer Unternehmen angegriffen werden, tut dies jedoch keinen Abbruch", erklärt Armin Thommen, SE Manager Switzerland bei Check Point Software. "Besonders betroffen waren hierzulande die Sektoren Energie & Versorgung, öffentliche Hand sowie Konsumgüter & der Dienstleistungssektor. In all diesen Branchen sehen wir verstärkte Aktivitäten der Cyberkriminellen." Besorgniserregend sei vor allem der Einsatz von KI, denn auch wenn das Volumen aktuell sank, so würden doch Komplexität und Geschwindigkeit steigen.


Mit diesem Rückgang sticht die Schweiz im Vergleich dennoch hervor, denn im Rest Europas gestaltet sich die Situation wesentlich kritischer. So sind die Zahlen in Österreich um 14 Prozent gestiegen, in Deutschland um 16 Prozent und über ganz Europa hinweg um 18 Prozent.

Noch drastischer sieht es in anderen Regionen der Welt aus. Denn Lateinamerika verzeichnete mit 3110 und einem Anstieg von ganzen 33 Prozent gegenüber Dezember 2025 von allen Regionen den weltweit stärksten Zuwachs im Jahresvergleich. Es folgte die APAC-Region mit 3087 Angriffen (+7%) und Afrika mit 2864 (-6%).
Gefahr entsteht laut den Cybersecurity-Experten durch den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. So zeige einer von 30 GenAI-Prompts ein erhöhtes Risiko, dass sensible Daten nach aussen dringen. Dies betraf 93 Prozent der Unternehmen, die regelmässig GenAI-Tools verwenden. Die anhaltende Undurchsichtigkeit bei der GenAI-Nutzung unterstreicht laut Check Point die Notwendigkeit solider Governance, besserer Sichtbarkeit von KI-Tools und strenger Kontrollen der Datenverarbeitung. Ohne solche Sicherheitsvorkehrungen seien Unternehmen verstärkt der Gefahr ausgesetzt, dass Zugangsdaten nach aussen dringen, Quellcode offengelegt wird, interne Dokumente falsch weitergegeben werden und versehentlich Schwachstellen in der Lieferkette entstehen. (sta)


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