ChatGPT bekommt mit GPT-5.5 Instant ein neues Standardmodell für alltägliche Anfragen. Wie
OpenAI mitteilt, soll das Modell zuverlässiger antworten, klarer formulieren und besser erkennen, wann zusätzlicher Kontext oder eine Websuche nötig ist. Verbessert worden seien unter anderem Antworten in Bereichen wie Bildanalyse und alltäglichen Hilfestellungen.
Besonders betont OpenAI die höhere Faktentreue. In internen Tests habe GPT-5.5 Instant bei kritischen Aufgaben aus Bereichen wie Medizin, Recht und Finanzen 52,5 Prozent weniger irreführende Aussagen produziert als GPT-5.3 Instant. In besonders anspruchsvollen Gesprächen, die wegen Faktenfehlern gemeldet wurden, sei die Zahl fehlerhafter Aussagen um 37,3 Prozent zurückgegangen.
Auch beim Stil will OpenAI nachgebessert haben. Die Antworten sollen prägnanter ausfallen, ohne wichtige Informationen wegzulassen. Laut Bericht benötigt GPT-5.5 Instant im Vergleich zum Vorgänger 30,2 Prozent weniger Wörter und 29,2 Prozent weniger Zeilen. Gleichzeitig soll der Gesprächston natürlicher bleiben und das Modell weniger unnötige Rückfragen stellen.
Neu ist zudem eine stärkere Personalisierung. ChatGPT kann dafür, sofern verfügbar und erlaubt, frühere Chats, Dateien oder ein verbundenes Gmail-Konto berücksichtigen. Damit sollen Nutzer weniger oft wiederholen müssen, woran sie arbeiten oder welche Vorgaben für eine Aufgabe gelten. Gleichzeitig führt der KI-Hersteller sogenannte Speicherquellen ein. Nutzer sollen dadurch sehen können, welche Erinnerungen, früheren Chats oder anderen Quellen eine Antwort beeinflusst haben, und veraltete Informationen löschen oder korrigieren können.
GPT-5.5 Instant wird ab sofort für alle ChatGPT-Nutzer ausgerollt. Für zahlende Nutzer bleibt GPT-5.3 Instant noch drei Monate lang über die Modelleinstellungen verfügbar. Die erweiterte Personalisierung startet zunächst für Plus- und Pro-Nutzer im Web, später sollen weitere Tarife und Mobilgeräte folgen.
(dow)