"Derzeit untergräbt die KI die Handlungsfähigkeit des Menschen und stärkt sie zugleich", hält Bluesky-Innovationschefin Jay Graber (Bild)
in einem Blogpost fest. Grassierende KI-generierte Inhalte mit niedriger Qualität machten die Social-Networking-Plattformen lärmiger und weniger vertrauenswürdig, und dies in einer Zeit, in der korrekte Informationen nötiger sein denn je. Die branchenführenden Plattformen versuchen demnach nicht, das Problem zu beheben, sie nutzen KI vielmehr, um die Verweilzeit der User zu steigern.
Bluesky will mit dem AT Protocol eine Alternative schaffen, mit der alle eine Social Media App nach ihren Vorstellungen bauen können. Mit "alle" seien bisher Personen gemeint, die des Codings mächtig sind. Neu, so Graber, würden Agentic Coding Tools die Voraussetzungen ändern, und ein offenes Protokoll wie AT könne wirklich für alle offen sein. Auf diesem Hintergrund hat
Bluesky eine App namens Attie entwickelt, mit der sich ohne Programmierkenntnisse im Konversationsstil – Stichwort Vibe Coding – Social-Media-Apps und Custom Feeds erstellen lassen: Man beschreibt die Art von Posts, die man sehen möchte, und der Coding-Agent baut den Feed, den man möchte. Attie ist aktuell im Betastadium. Interessenten können sich für einen Platz in der geschlossenen Beta-Gruppe
registrieren.
(ubi)