Samsung fährt die Sparmassnahmen jetzt auch im Geschäft mit Smartphones und Tablets hoch. Wie "
Winfuture" unter Berufung auf das südkoreanische Portal "
Financial News" berichtet, hat der Konzern für seine Mobilfunksparte ein internes Notfallprogramm aktiviert. Damit betrifft der Sparkurs nun fast den gesamten Bereich Device Experience, also das Geschäft mit Geräten für Endkundinnen und Endkunden.
Der Hauptgrund sind laut dem Bericht die stark gestiegenen Preise für Speicherchips. Dazu kommen höhere Transportkosten. Obwohl sich die Galaxy-S26-Serie den Angaben zufolge sehr gut verkauft, gerät die Rentabilität der Mobilgeräte-Sparte unter Druck. Für dieses Jahr wird nur noch ein operativer Gewinn von rund 5 Billionen Won (rund 2,6 Milliarden Franken) erwartet, nach 12,9 Billionen Won (rund 6,8 Milliarden Franken) im Vorjahr. Selbst ein Defizit wird dem Bericht zufolge nicht ausgeschlossen.
Samsung reagiert darauf mit deutlichen Einsparungen. Im Bereich Device Experience sollen die Kosten den Angaben zufolge um 30 Prozent sinken. Geschäftsreisen werden eingeschränkt und Mitarbeitende unterhalb der Vizepräsidentenebene sollen auf vielen Flügen nur noch Economy statt Business nutzen. Zudem prüft der Konzern offenbar Massnahmen, mit denen ältere Mitarbeitende freiwillig früher in Pension gehen.
Für Endkundinnen und Endkunden könnte das mittelfristig spürbare Folgen haben. Wenn die Kosten für Bauteile und Transport hoch bleiben und
Samsung gleichzeitig intern stärker sparen muss, könnten neue Smartphones, Tablets und andere Geräte teurer werden. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass bei Entwicklung und Ausstattung weniger Spielraum bleibt. Das würde bedeuten, dass neue Modelle zwar mehr kosten, sich bei Funktionen und Neuerungen aber weniger stark von den Vorgängern abheben.
(dow)