Der Zürcher Identity-Spezialist
PXL Vision und das KI-Forschungsinstitut Idiap mit Sitz in Martigny haben im Rahmen eines von Innosuisse geförderten Forschungsprojektes gemeinsam einen Deepfake-Detektor entwickelt. Das Problem liegt auf der Hand: Lösungen für die Identitätsprüfung wie die von PXL Vision arbeiten mit Gesichtserkennungs-Features, die dank dem heute allgegenwärtigen Zugang zu GenAI-Lösungen mit lebensecht wirkenden Deepfakes ausgetrickst werden können. Der Deepfake-Detektor sei ein grosser Schritt in Sachen zuverlässige Betrugsprävention bei Identifikationsprozessen, so das Unternehmen. Man sei sich aber bewusst, dass die aktuelle Situation weitere Investitionen in diesem Bereich fordern werden.
Der Erkennungsmechanismus des Detektors soll drei verschiedene Deepfake-Praktiken erkennen können: Erstens der Gesichtsaustausch, bei dem das Gesicht einer Person durch ein anderes ausgetauscht wird. Zweitens die Gesichtsnachstellung, bei der eine reale Person von Künstlicher Intelligenz imitiert wird. Und drittens soll der Detektor auch komplett synthetische Gesichter von nicht existierenden Menschen als solche erkennen können.
Stand-alone-Lösung im zweiten Schritt
Die Forschungsarbeiten für den Deepfake-Detektor wurden im Frühjahr 2024 gestartet, das Resultat wurde nun als Schlüsseltechnologie in die Software-Lösung PXL Ident von
PXL Vision integriert. Seit Anfang des Jahres ist das Feature für PXL-Kunden verfügbar.
Laut PXL-CEO Michael Born will das Unternehmen in einem zweiten Schritt eine Stand-alone-Lösung lancieren, mit der man sich an die gesamte Identity-Verification-Industrie richtet. Spannend sei das Produkt auch für Medienhäuser, Social-Media-Plattformen, Gerichten und weitere Bereiche, so Born. Hierfür brauche es jedoch noch weitere Entwicklungsarbeiten, wie er anfügt.
Idiap kann die (staatlich unterstützten) Forschungsergebnisse fortan für Whitepapers und Fachkonferenzen nutzen. PXL und seine Kunden profitieren derweil von der nun verfügbaren Technologie in der Praxis. Michael Born erklärt, dies liege in der Natur der von Innosuisse geförderten Projekte: "Der Bund setzt mit dem Projektbeitrag, der an die Research-Institute – in dem Fall an Idiap – fliesst, einen Anreiz, dass die Research-Institute wirtschaftsorientiert forschen, die Firma wiederum investiert Geld und Zeit in das Projekt, und kann im Gegenzug die Projektresultate kommerziell nutzen."
(win)
Michael Born, CEO von PXL Vision: 'Der Bund setzt mit dem Projektbeitrag, der an die Research-Institute – in dem Fall an Idiap – fliesst, einen Anreiz, dass die Research-Institute wirtschaftsorientiert forschen, die Firma wiederum investiert Geld und Zeit in das Projekt, und kann im Gegenzug die Projektresultate kommerziell nutzen.' (Quelle: PXL Vision)