Das Speichersystem Silica von
Microsoft Research soll Daten als Laserschrift in Glas ablegen und sie über mehr als 10’000 Jahre erhalten, bei einer Kapazität von 4,8 Terabyte auf 12 mal 12 Zentimetern. Das berichtet der "
Spiegel" und bezieht sich hierbei auf einen Artikel von der Fachzeitschrfit "Nature" (
Paywall).
Laut Bericht werden die Daten in Form von Bits zunächst zu Symbolgruppen umgewandelt. Anschliessend schreibt ein Femtosekundenlaser die Informationen als winzige Verformungen in Quarzglas oder Borosilikatglas, die Platte ist dabei zwei Millimeter dick und wird in mehreren Schichten beschrieben, damit die gesamte Dicke genutzt werden kann.
Zum Auslesen nennt der Artikel ein automatisiertes Mikroskop. Projektleiter Richard Black beziffert die Speicherdichte auf 4,8 Terabyte auf einer Fläche von 12 mal 12 Zentimetern, was Feng Chen und Bo Wu von der Shandong-Universität mit dem Inhalt von rund zwei Millionen gedruckten Büchern vergleichen.
Chen und Wu schreiben zugleich, dass das Speichermedium noch Herausforderungen lösen müsse. Genannt werden unter anderem schnelleres Schreiben, die Herstellung in grosser Stückzahl sowie die Frage, wie Menschen leicht auf die Informationen zugreifen und sie lesen können. Gleichzeitig sprechen sie von einer "tragfähige Lösung für die Bewahrung der Aufzeichnungen der menschlichen Zivilisation" und sehen in der Entwicklung einen möglichen "Meilenstein in der Geschichte der Wissensspeicherung".
(dow)