Bereits vergangenen September hat
Google angekündigt, den KI-Assistenten Gemini tiefer in den Chrome-Browser integrieren zu wollen ("Swiss IT Magazine"
berichtete). Jetzt geht der Internetriese einen Schritt weiter und will neue leistungsfähige KI-Funktionen in den Browser packen. Wie der Konzern in einem
Blog Post ausführt, basieren die neuen Features auf Gemini 3, dem bis anhin "intelligentesten" Modell, und sollen dem User das Multitasking im Web erleichtern. Hierfür wurde der Browser mit einer neuen Seitenleiste ausgestattet, die schnellen Zugriff auf die KI-Features bietet. Damit soll man bei der KI-Nutzung weniger Zeit verlieren und Abläufe sollen weniger unterbrochen werden. Funktional ist derweil kaum Neues dazugekommen. Google spricht von Tabs-Bereinigung, dem Erstellen von Zusammenfassungen über Websites hinweg oder dem Auffinden eines passenden Termins im Kalender.
Für mehr Aufsehen dürfte die Integration des KI-Bildgenerators Nano Banana direkt in Chrome sorgen, womit sich Bilder und Fotos direkt im Browser transformieren lassen, ohne dass die Dateien explizit hochgeladen werden müssen.
Daneben unterstützt Gemini in Chrome Connected Apps, womit die engere Einbindung von Apps wie Gmail, Calendar oder YouTube gemeint ist. Diverse Aufgaben sollen sich dadurch schneller erledigen lassen. Als Beispiel wird eine Reise zu einer Konferenz genannt: Gemini sucht in den Mails die benötigten Daten, empfiehlt einen Flug und erstellt daraufhin eine Mail, um Kollegen über die bevorstehende Ankunft am Konferenzort zu informieren. Die jeweilige Einbindung lässt sich in den Gemini-Einstellungen für Connected Apps steuern.
Vorerst nur den zahlungspflichtigen Abonnenten in den USA vorbehalten ist das neue Feature Chrome Auto Browse, wobei Chrome agentenbasiert Aufgaben übernimmt. Als Beispiele werden die Recherche von Flug- oder Hotelkosten, das Ausfüllen von Formularen oder das Ausfüllen von Ausgaben-Rapports genannt. Werden der Auto-Browse-Funktion auch Berechtigungen erteilt, vermag der Assistent auch in passwortgeschützten Bereichen aktiv zu werden.
Last but not least hat
Google auch über die Unterstützung des hauseigenen Universal Commerce Protocol (UCP) im Browser informiert, ein Protokoll für agentengestützten Handel, das mitunter in Zusammenarbeit mit Shopify oder Ety entwickelt wurde.
(rd)