Sunrise, die Nummer zwei im Schweizer Telekomgeschäft, hat angekündigt, den Abbau von bis zu 190 Stellen zu evaluieren. Der Abbau geschehe im Hinblick auf die "kontinuierliche organisatorische Weiterentwicklung", in deren Rahmen man Massnahmen plane, um die Strukturen zu vereinfachen und zu verschlanken. Dies mit dem Ziel, die Entscheidungswege dank grösserer Führungsspannen und weniger Hierarchieebenen zu verkürzen. Daneben werden "Effizienzsteigerungen – auch unter Einsatz neuer Technologien" als Grund für den geplanten Stellenabbau genannt.
Vom Abbau betroffen sein sollen folgedessen auch zahlreiche Führungspositionen, wie
Sunrise unterstreicht. "Weitestgehend ausgenommen" vom Stellenabbau seien derweil Sunrise-Shop- und Kundendienst-Mitarbeitende mit direktem Kundenkontakt. Gänzlich unberührt vom Abbau bleiben zudem Lernende.
Für die geplanten Entlassungen hat Sunrise nun das Konsultationsverfahren mit der Arbeitnehmendenvertretung und der Gewerkschaft Syndicom eingeleitet. "Nach Abschluss des Konsultationsverfahrens wird Sunrise unter Berücksichtigung der Ergebnisse den Entscheid über die allfälligen Kündigungen fällen und diese voraussichtlich im Februar und März 2026 vornehmen", schreibt das Unternehmen, und verspricht für Betroffene einen Sozialplan.
Den letzten Stellenabbau in ähnlichem Umfang gab es bei Sunrise vor ziemlich genau zwei Jahren – damals wurde der Abbau von 180 Stellen angekündigt, effektiv waren dann 166 Mitarbeitende betroffen.
(mw)