Internet-Abos: Die Billigmarken sind alles andere als billig
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Internet-Abos: Die Billigmarken sind alles andere als billig

Ein Vergleich der Listenpreise der Schweizer Internet-Abos zeigt: Wer ein kostengünstiges Internet-Abo für zuhause will, wird bei den Billigmarken der grossen Telcos nicht fündig. Besonders einige kleinere Provider bieten weitaus bessere Konditionen.
10. April 2024

     

Moneyland hat rund ein Dutzend Schweizer Internet-Abos untersucht und verglichen und dabei massive Unterschiede zwischen den Angeboten festgestellt. Aufgeteilt wurden diese für die Untersuchung in drei Geschwindigkeitskategorien: unter 30 Franken, unter 40 Franken mit mindestens 100 Mbit/s und Gigabit-Internet.


In der ersten Kategorie für Abos unter 30 Franken monatlich findet sich ganz oben auf dem Treppchen Teleboy mit einer monatlichen Gebühr von 27.90 Franken. Wichtig anzumerken ist aber: Das Angebot ist mit gutem Abstand auch das langsamste der aufgelisteten und bietet gerade einmal 10 Mbit/s Up- und Download. Doppelt so viel Speed bietet iWay auf Platz zwei, das Abo kostet 29 Franken monatlich. Auf Platz drei folgt M-Budget Classic mit einem Download-Speed von 80 Mbit/s (20 Mbit/s Upload), dieses kostet bereits 39.80 Franken. Die weiteren Anwärter unterscheiden sich bezüglich Geschwindigkeit stark (siehe Tabelle in Bildergalerie) – Salt Fiber etwa kostet zwar knapp 50 Franken monatlich, bietet jedoch 10'000 Mbit/s und integriert weitere Services wie Telefonie oder TV. Die negativen Ausreisser betreffend Preis-Leistung sind Quickline und Swisscom, die mit ihren kleinen Abos (unter 30 Franken/mindestens 10 Mbit/s) nur 100 Mbit/s bieten, monatlich aber 54 respektive sogar 64.90 Franken verlangen.
Die zweite Kategorie beinhaltet Abos mit mindestens 100 Mbit/s für unter 40 Franken monatlich. Hier liegen einmal mehr Teleboy und iWay vorne – mit denselben Abos wie in der ersten Rangliste. Wingo folgt mit dem Abo Internet Extra (in der Liste unter 30 Franken noch auf Platz 4) auf dem dritten Platz. Recht abgeschlagen sind auch hier die grossen Telcos: Die Abos von Sunrise, Salt, Swisscom und die Sunrise-Tochter Yallo sind verhältnismässig massiv teurer. Wie schon in der ersten Liste gilt: Salt ist zwar teuer, aber eben auch sehr schnell.

Die dritte Kategorie Gigabit-Internet wird einmal mehr von Teleboy und iWay angeführt, Platz drei geht an Init7. Dahinter folgen M-Budget, Sunrise und Salt. Alle drei diese Provider bieten Gigabit-Abos für knapp 50 Franken monatlich an und liegen nur wenige Franken auseinander. Einmal mehr sticht Swisscom heraus: Das Gigabit-Abo kostet knapp 80, bei der Tochter Wingo 75 Franken. Teurer sind nur Quickline mit dem XL-Abo und Yallo Home Max, beide bieten jedoch bis zu 10 Gbit/s.


Teleboy und iWay gewinnen den Vergleich damit locker, bieten besonders bei den kleinen Abos aber auch sehr tiefe Geschwindigkeiten. Unter den grossen Telcos ist Sunrise am günstigsten, erwartungsgemäss ist Swisscom unter den Grossen das Schlusslicht. Auffällig sind aber vor allem die Preise der Billigmarken der grossen Telcos, die alles andere als billige Abos anbieten, wenn man keine Aktion erwischt. Hier ist also Vorsicht angesagt. (win)


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