Swico Innovationsfonds investiert in zwei Projekte zur Förderung der Nachhaltigkeit

Swico Innovationsfonds investiert in zwei Projekte zur Förderung der Nachhaltigkeit

(Quelle: Swico)
2. November 2020 - Der Swico Innovationsfonds fördert zwei neue Projekte, die sich der Nachhaltigkeit widmen, mit insgesamt 99'000 Franken. Ein Projekt visiert die Rückgewinnung Seltener Erden an, das andere die Wiederverwendung von Geräten.
Im November 2019 richtete Swico den Umwelt-Innovationsfonds ein. Dessen Ziel ist, die Quantität und die Qualität des Recyclings von IT- und Büro-Elektroaltgeräten zu erhöhen. Im April dieses Jahres unterstützte der Innovationsfonds ein Projekt zur Abklärung der Machbarkeit der Kobaltrückgewinnung in Zusammenhang mit Mini-Lithiumbatterien. Dafür wurden bei Solenthaler Recycling Tests durchgeführt, die inzwischen gezeigt haben, dass diese Rückgewinnung grundsätzlich machbar ist. Im dabei entstehenden Mahlgut werden neodymhaltige Magnete zugänglich. Neodym gehört zu den seltenen Erden, deren Rückgewinnung gemäss einer Studie des BAFU von 2011 und dem erläuternden Bericht zum neuen VREG-Entwurf erste Priorität geniesst. Um vertieft abzuklären, ob und wie die Rückgewinnung beider Rohstoffe vertretbar ist, hat der Swico Innovationsfonds hierfür einen zusätzlichen Unterstützungsbeitrag von CHF 24'000 genehmigt. Mit ersten Resultaten ist per Anfang des nächsten Jahres zu rechnen.

Mit weiteren 75'000 Franken unterstützt der Innovationsfonds ein Projekt Le Bird, bei dem es um das Potenzial zur Wiederverwendung von Laptops, Flat-TVs, Smartphones und weiterer Geräte geht. In einem ersten Schritt sollen dabei die Bedürfnisse der Branche sowie Chancen und Risiken erfasst werden, erklärt Swico. Hintergrund seien der gesellschaftliche und politische Wunsch, Geräte lieber weiter zu verwenden als zu verwerten.
Bereits 2018 hatte eine Studie der EMPA im Auftrag des BAFU gezeigt, dass bei elektronischen Geräten, bei denen der grösste Teil der Umweltbelastung in der Produktion erfolgt, die Wiederverwendung ökologisch sinnvoll ist. Nun soll erforscht werden, welche Menge an Geräten, die in den Recyclingstrom von Elektro- und Elektronik-Altgeräten gelangen, tatsächlich wiederverwendbar beziehungsweise marktfähig wären. In einem zweiten Schritt würden in einem Zerlegebetrieb stichprobenmässig zur Wiederverwendung geeignete Geräte erfasst, kategorisiert und dokumentiert. Das Augenmerk würde dann auf Funktionstüchtigkeit, Datensicherheit und Entwicklung eines Second-Hand-Online-Shops liegen. Geräte werden in dieser Abklärungs- und Testphase allerdings keine verkauft, da dazu aktuell die nötigen Richtlinien fehlen und die Verträge mit Swico Recycling einen Wiederverkauf ausschliessen würden. Das Projekt wird von einem Experten der EMPA begleitet.

Im vergangenen April prämierte Swico bereits ein Projekt für innovatives Toner-Recycling. Die neue Anlage befindet sich derzeit im Bau und wird im Laufe des Novembers den Testbetrieb aufnehmen ("Swiss IT Magazine" berichtete). (luc)

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