Swisscom stellt 2G-Netz Ende 2020 ab

Swisscom stellt 2G-Netz Ende 2020 ab

(Quelle: Swisscom)
2. Juli 2020 - Swisscom informiert Kunden mit alten Mobiltelefonen, dass der Zugang zum 2G-Netz per Ende 2020 abgestellt wird. Diesen Entscheid begrüssen nicht alle – betroffen sein dürften vor allem ältere Menschen.
Ende 2020 wird Swisscom das 2G-Mobilfunknetz nach mehr als 25 Jahren abschalten. Dies soll Raum für neue Technologien schaffen, die leistungsfähiger, zuverlässiger und nachhaltiger sind, so der Telco. Wer noch ein Mobiltelefon, ein Alarmsystem, ein Aufzugsnotrufsystem oder eine Heizungssteuerung hat, die über 2G kommuniziert, wird von Swisscom bei der Umstellung auf ein neues Gerät unterstützt.

Kunden mit einem Mobiltelefon, das nur mit dem 2G-Mobilfunknetz funktioniert, sollten in den nächsten Tagen von Swisscom kontaktiert werden. Betroffen sind alle Benutzer des Swissscom-Netzes, einschliesslich der Kunden der virtuellen Betreiber Wingo, Coop Mobile, M-Budget Mobile, UPC und Mucho. Sie müssen entweder ein neues Mobiltelefon kaufen oder den Betreiber wechseln, wie "Dschungelkompass.ch" schreibt.

Swisscom-Kunden können in einem Shop, unter der Nummer 0800 800 800 oder via SMS mit dem Text 2G an die Nummer 444 erfahren, ob ihr Mobiltelefon betroffen ist. Der Betreiber stellt alle relevanten Informationen zudem online zur Verfügung. In Wirklichkeit dürften aber nur wenige Kunden vom Ende dieser Technologie betroffen sein, die sich heute durch einen höheren Energieverbrauch und eine geringere Gesamteffizienz auszeichnet.

Trotzdem werden sich einige, wohl insbesondere ältere, Kunden fragen, ob es an der Zeit ist, den Betreiber zu wechseln, da Sunrise bis Ende 2022 der einzige Betreiber sein wird, der noch 2G anbietet. Die Alternative, nämlich ein aktuellerers und 3G, 4G- oder gar 5G-fähiges Smartphone, wäre wohl die zukunftsgerichtetere Option. (swe)

Kommentare

Samstag, 12. September 2020 Toni
Es wird abgeschaltet, was zu wenig Geld einbringt! Erinnert mich an DVB-T, da hab ich mich noch viel mehr geärgert!

Freitag, 11. September 2020 Moser Paul
Bin auch der Meinung, mit etwas gutem Willen wäre noch viel möglich. Es geht um die Bevormundung durch unsere High-Tech-Konzerne. Ebenso gut könnte man ja auch sagen, jedes Haus wird abgerissen wenn es nicht diesen und jenen Energiestandard ausweist. Nur eben, bei Swisscom & Co wird man einfach vor Tatsachen gestellt. Und übrigens kann ich im ÖV gut ohne Handy & PC auskommen, habe den ganzen Rest des Tages genug davon, ich lebe auch von und in dieser Branche.

Montag, 24. August 2020 Peter Müller
Mein Cabrio ist knapp 20 Jahre jung, der Trinitron-TV läuft noch, genauso wie die alte Waschmachine und der gut belüftete Kühlschrank. Tumbler und Geschirrspüler brauche ich nicht. Aber meine Bronica EC-TL fotografiert schon seit mehreren Jahrzehnten. Auch das Haus mit Park wechsle ich nicht dauernd ;-)

Samstag, 22. August 2020 d.w.
Es wäre ja nicht so schwierig die alte Technologie in reduzierter Form weiter zu betreiben, allerdings hat man bei Smartphones ja einfach bessere Kontrolle darüber, wer das Gerät nutzt. Ich denke, das wird der Hauptgrund sein warum man die alte Technologie weghaben will.

Dienstag, 18. August 2020 eja
@Kelo Papke, Mein Motorrad ist Baujahr 1991 und fährt tadellos, Ersatzteile gibts auch noch. Wieso wechseln? Man muss nicht immer das neuste haben, nur weil es das gibt.

Montag, 17. August 2020 Peter Muster
Scheinbar fahren Sie in diesem Fall auch kein ÖV oder im Strassenverkehr? Denn dort ist die Grundlage/ Netz teilweise über 20 Jahre alt...

Dienstag, 11. August 2020 Kelo Papke
Wer fährt ein 20 jähriges Auto? Wer hat einen 20 jährigen Fernseher? Wer hat eine 20 jährige Waschmaschine, Geschirrspüler, Tumbler, Kühlschrank? Aber ein 26 jähriges Mobilfunknetz wollen sie behalten! lachhaft.

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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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