Firefox geht gegen Benachrichtigungen vor
Quelle: Mozilla

Firefox geht gegen Benachrichtigungen vor

Zwischen Ende Dezember und Ende Januar zeigte Firefox über 18 Millionen Push-Benachrichtigungen an. Nun will Mozilla verhindern, dass diese zu Web-Spam ausarten.
4. April 2019

     

Mozilla hat angekündigt, zwei Experimente zu starten, um besser zu verstehen, wie Push-Benachrichtigungsanfragen in Firefox reduziert werden könnten. Letztes Jahr wurde eine Funktion in Firefox hinzugefügt, die es Benutzern ermöglicht, die Push-Berechtigungsaufforderungen vollständig zu blockieren. Nun plant Mozilla, eine neue Option zu entwickeln, die keine ganz so drastische Massnahme benötigt.

Berechtigungsaufforderungen sind heute bereits weit verbreitet. Aber oft wird es für Benutzer ärgerlich, wenn ihnen unaufgefordert kontextunabhängige Berechtigungsaufforderungen angezeigt werden, etwa solche, die um die Erlaubnis zum Senden von Push-Benachrichtigungen bitten.


Die Telemetriedaten von Mozilla zeigen, dass Benachrichtigungs-Prompts die am häufigsten angezeigte Berechtigungsaufforderung sind, mit etwa 18 Millionen Aufforderungen, die in der Firefox-Beta vom 25. Dezember 2018 bis 24. Januar 2019 angezeigt wurden. Von diesen 18 Millionen Eingabeaufforderungen wurden nicht einmal 3 Prozent von den Nutzern akzeptiert. Und 19 Prozent der Eingabeaufforderungen veranlassten die Benutzer, die Website sofort zu verlassen.
Mozilla ist der Meinung, dass es höchste Zeit ist, etwas gegen die Spam-Mitteilungen zu unternehmen. Die neue Nightly-Version von Firefox blockiert deshalb alle Benachrichtigungsanforderungen, es sei denn, der Benutzer hat mit der Website interagiert. Dazu gehören etwa das Anklicken oder Eingeben von Inhalten auf der Website. Das Experiment läuft bis zum 29. April. Die Nightly-Version von Firefox zeigt ein Symbol in der Adressleiste an, das verrät, ob eine Website dem Benutzer Benachrichtigungen liefern möchte.

Mozilla wird derweil aber auch ein zweites Experiment durchführen, um Spam-Meldungen zu verhindern. Das Unternehmen sagt, dass es ein kleines Experiment in Firefox 67 starten wird, um Informationen darüber zu sammeln, wie Benutzer mit den ihnen präsentierten Berechtigungsaufforderungen umgehen. Das Experiment wird bei einem kleinen Prozentsatz der Firefox-Nutzer durchgeführt.


Mozilla fügte ausserdem hinzu, dass Webentwickler verstehen sollten, dass Firefox und andere Browser in naher Zukunft damit beginnen könnten, Genehmigungsanfragen von Websites basierend auf Heuristiken abzulehnen. (swe)


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