Seco reicht Klage gegen Talkeasy ein

Seco reicht Klage gegen Talkeasy ein

14. Oktober 2014 - Das Telekomunternehmen Talkeasy wird nach zahlreichen Beschwerden verdächtigt, gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstossen zu haben.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat eine Strafklage gegen Talkeasy eingereicht. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, besteht der Verdacht, dass das Unternehmen gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstossen hat. Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl.

Anscheinend haben sich Vertreter von Talkeasy in zahlreichen Fällen als Mitarbeiter von Swisscom ausgegeben, die den Telefon- und Fernsehanschluss oder das Glasfasernetz überprüfen müssten, und sich auf diese Weise Zugang zu Privathaushalten verschafft. In der Folge sollen den Betroffenen dann Verträge für günstigere Abonnemente unterbreitet worden sein, wobei erst im Nachhinein ersichtlich gewesen sein soll, dass man damit zu Talkeasy wechselt. Ausserdem soll Talkeasy auch unerwünschte Werbeanrufe getätigt haben.


Brisant ist die ganze Sache deswegen, da Swisscom Anfang 2010 bereits eine Klage gegen Talkeasy eingereicht hat, weil sich angeblich mehrere hundert Kunden über die Abwerbemethoden von Talkeasy beschwert hatten. Die Klage wurde damals zurückgewiesen, worauf Talkeasy gegen Swisscom ein Strafverfahren wegen Missbrauch der Justiz eingeleitet hatte (Swiss IT Magazine berichtete). (mv)

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