Abos fürs mobile Surfen

Abos fürs mobile Surfen

Bei Notebooks, die keinen SIM-Karten-Slot integriert haben, kann ein Modem in Form eines USB-Sticks genutzt werden, um mobil zu surfen. (Quelle: zVg)
(Quelle: zVg)
4. Mai 2013 - Mit ordentlich Bandbreite online gehen kann man auch mobil. Allerdings unterscheiden sich die verschiedenen Angebote deutlich – nicht nur bezüglich Tempo.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/05
Nicht nur innerhalb der heimischen vier Wände, sondern vor allem auch unterwegs kann man heute mit Bandbreiten im Internet unterwegs sein, die für das Gros der täglichen Arbeit mehr als ausreichen. Angesichts von Geschwindigkeiten im zweistelligen beziehungsweise mit LTE theoretisch gar dreistelligen Mbps-Bereich stehen die mobilen Internetzugänge heute eigentlich kaum hinter ihren kabelgebundenen Pendants zurück. Nichtsdestotrotz dürfte ein mobiler Zugang für die wenigsten Kunden ein Ersatz für den DSL- oder Glasfaseranschluss sein. Zum einen sind die effektiv verfügbaren durchschnittlichen Bandbreiten deutlich tiefer als die maximal möglichen Datenraten (siehe Grafik im Kasten), zum anderen sind die Provider darum besorgt, dass das mobile Netz mit Bedacht genutzt wird. Sämtliche Mobile-Abos sind mit einer Obergrenze beim monatlich zur Verfügung stehenden Datenvolumen ausgestattet, auch diejenigen der Swisscom, obwohl auf der Website mit den Angeboten eigentlich etwas anderes suggeriert wird, und Swisscom verspricht, man könne «umlimitiert mobil surfen. Immer und überall unbegrenzt». Je nach Abo beziehungsweise Anbieter liegt die monatliche Obergrenze in Tat und Wahrheit aber durchgehend bei 1, 5 oder 10 GB. Ist diese Grenze einmal erreicht, wird durch den Carrier in der Regel die Bandbreite gedrosselt – und zwar kräftig auf 64 Kbps, beziehungsweise 128 Kbps beim Sunrise-Abo Take Away Max. UPC Cablecom und Coop – beide Anbieter nutzen für ihr Mobile-Abo übrigens das Netz von Orange – verrechnen derweil 5 beziehungsweise 10 Rappen pro zusätzliches Megabyte, das über das monatlich inkludierte Datenvolumen hinausgeht.
Diese Begrenzung dürfte die meisten Nutzer wohl davon abhalten, das mobile Netz als Ersatz für den herkömmlichen Internetanschluss zu nutzen. Sehr wohl eignen sich die mobilen Angebote aber dafür, für Redundanz zu sorgen und dann einzuspringen, wenn das kabelgebundene Internet einmal ausfallen sollte (siehe auch S. 47).
Marktübersicht
In unserer Marktübersicht finden Sie 11 Mobile Datenabos im Direktvergleich.

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1 GB pro Monat sollte reichen


Für den Durchschnittsnutzer, der mit seinem Tablet oder Notebook mobil online geht, sollten eigentlich alle hier vorgestellten Angebote ausreichen. Bis auf UPC Cablecom («der Durchschnitt liegt bei zirka 700 MB») spricht zwar kein Carrier konkret über das monatliche Daten­volumen, das im Schnitt mit Tablets und Notebooks generiert wird. Allerdings bestätigen praktisch alle Anbieter, dass man mit einem Datenvolumen von 1 GB pro Monat gut durchkommt. Laut Swisscom-Mediensprecher Olaf Schulze bewegt sich die grosse Masse bis 1 GB, wobei die genutzten Datenvolumen stark von der Art der Nutzung und der Hardware abhängt. Auch bei Coop reichen die 1 GB bis anhin, erläutert Stefan Berberig, Product Manager Kreditkarten/Mobile: «Das Coop­mobile Abo Data mit 1 GB wurde im Februar 2013 erfolgreich lanciert; bisher gab es noch keine Kunden, die ein grösseres Datenvolumen gebraucht hätten.»
 
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