Geschäftsdaten optimal nutzen

Geschäftsdaten optimal nutzen

5. November 2004 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2004/20

Datenbanken werden immer mehr zum Zentrum für alle möglichen Anwendungen von Customer Relationship Management (CRM) über Supply Chain Management (SCM) bis hin zur Business Intelligence (BI). Je konsolidierter all diese Systeme mit einer einzigen Datenbank zusammenspielen, desto grösser ist der Nutzen, der sich aus den Daten ziehen lässt. Entsprechend verlagert sich den auch die Funktion von mit historischen Daten gefüllten reaktiven Systemen hin zu Data Warehouses, die dank umfangreicher Analysen und Berichten quasi in die Zukunft schauen und so Hinweise zur Steuerung des Unternehmens geben: die Datenbank wird zum Motor einer Firma und kann neue Services und Geschäftsfelder hervorbringen. Dies kann auch für KMU nützlich sein – ein Trend, der von verschiedenen Herstellern erkannt und mit speziellen Produkten für kleinere Unternehmen unterstützt wird. So bieten beispielsweise Oracle, IBM und Microsoft günstige Einsteigerversionen ihrer Datenbanksuiten, während andere die Nischen im BI-Bereich zu füllen versuchen.


Open-Source-CRMs für KMU geeignet

Nicht gerade um eine Nische handelt es sich dagegen beim CRM-Markt, den einige Anbieter von Open-Source-Software für sich entdeckt haben. Während gemäss aktuellen Studien in den nächsten Jahren kaum mit ernstzunehmenden Open-Source-Projekten in geschäftskritischen Bereichen wie ERP (Enterprise Ressource Planning) oder SCM (Supply Chain Management) gerechnet werden kann, haben sich im Open-Source-CRM-Markt die ersten Anbieter etabliert. Ein Vergleich mit kommerziellen Lösungen, wie sie etwa Siebel, SAP, Epiphany oder Peoplesoft anbieten, zeigt allerdings, dass die Open-Source-Lösungen noch länger nicht mithalten können werden. Im Gegenteil – die lizenzfreien CRM-Alternativen kranken nicht nur an einer deutlich eingeschränkten Funktionalität, sondern sind meist auch von der Architektur her nicht für ein grösseres Datenaufkommen geeignet. Dennoch empfehlen die Autoren einer aktuellen Studie, den Einsatz von Open-Source-CRMs vor allem in kleineren Unternehmen zumindest in Betracht zu ziehen und so von der hohen Flexibilität der Produkte zu profitieren, sofern man mit den Einschränkungen leben kann.

 
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