Internet-Datenverkehr: Schweiz am teuersten

Internet-Datenverkehr: Schweiz am teuersten

(Quelle: Pixabay/Daniel Dino-Slofer)
3. Juni 2020 - Teuer aber gut: In der Schweiz kostet das Gigabyte an übertragenen Daten im weltweiten Vergleich am meisten. Dafür liegen aber auch die Geschwindigkeiten im Mobil- und Breitband-Datenverkehr mit an der Weltspitze.
Eine Studie des britischen Vergleichsportals Business Fibre hat die Kosten und die Qualität des Internet-Zugangs in diversen Ländern rund um den Globus untersucht. Für die Schweiz zeigt das Resultat Gutes und Schlechtes. Der durchschnittliche Preis für die Datenübermittlung – es wurden Mobilfunkverbindungen und Breitbandanschlüsse berücksichtigt – ist hierzulande im weltweiten Vergleich mit umgerechnet 19.26 Franken pro Gigabyte am höchsten. Hoch ist allerdings auch die Geschwindigkeit im mobilen Datenverkehr, der in der Schweiz im Schnitt bei 57,8 Megabit pro Sekunde für den Download und bei 19,91 Mbit/s für den Upload liegt. Nur Südkorea (83,9/17,62 Mbit/s) und Norwegen (66,49/16,71 Mbit/s) bieten zumindest für Downloads mehr Mobildaten-Speed.

Bei der Breitbandgeschwindigkeit liegt die Schweiz mit durchschnittlich 146 Mbit/s beim durchschnittlichen Download-Speed unter den verglichenen Ländern sogar fast an der Weltspitze, noch vor den USA mit 134,77 und Südkorea mit 124,39 Mbit/s. Nur Singapur bietet mit durchschnittlich 202,21 Mbit/s höhere Durchschnitts-Downloadraten.

Am billigsten ist der Internet-Datenverkehr in Israel. Dort kostet das Gigabyte umgerechnet nur 86 Rappen. Dafür beschränkt sich der durchschnittliche Mobil-Download-Speed auf 22,63 und die mobile Upload-Geschwindigkeit auf 12,06 Mbit/s. Beim Breitbandverkehr liegt Israel mit 85,71 Mbit/s Download- und 18,77 Mbit/s Uploadrate im Mittelfeld. Preislich im untersten Segment liegt auch unser Nachbar Österreich mit 1.79 Franken pro Gigabyte, aber auch im Land des Wiener Schmäh glänzen sowohl der mobile (49,12/14,82 Mbit/s) als auch der Breitband-Datenverkehr (53,85/16,13 Mbit/s) nicht gerade mit Höchstleistungen. (ubi)

Kommentare

Mittwoch, 3. Juni 2020 Andreas N.
Wenn die Preise nicht Kaufkraftbereinigt sind sondern lediglich in CHF umgerechnet wurden sagt die Statistik genau gar nichts aus. Könnte man genausogut Katoffeln mit Pasta vergleichen. Dass die CH Preise am höchsten sind macht Sinn, sind unsere Löhne und Lebenshalthngskosten hier auch höher als im Ausland. Aber auch hier müsstend kaufkraftbereinigte Vergleiche gemacht werden für aussagekräftige Zahlen.

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