Schweizer wollen mehr Flexibilität bei der Arbeit

Schweizer wollen mehr Flexibilität bei der Arbeit

(Quelle: Xing)
28. Mai 2020 - Ergebnisse einer durch New Work durchgeführten Umfrage zeigen, dass sich Arbeitnehmer spätestens seit der Coronakrise flexible Arbeitszeiten, Home Office und mehr Work-Life-Balance wünschen.
New Work hat rund 2’200 Xing-Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für eine Umfrage zum Thema Arbeitsmarkt im Mai 2020 zu ihrer aktuellen Arbeitssituation sowie ihren Job-Präferenzen für die Zukunft befragt. Das Ziel der Erhebung war es, einen Eindruck der Veränderungen im Schweizer Arbeitsmarkt durch Corona zu gewinnen. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass sich Schweizer Arbeitnehmer mehr Flexibilität und Sinnhaftigkeit im Job wünschen.

Rund drei Viertel (73%) der Befragten in der Schweiz sind der Meinung, dass sich die Arbeitswelt und Arbeitsweise in den letzten Wochen verändert hat. Am deutlichsten festzustellen seien die Veränderungen bei den flexibleren Arbeitszeiten, der schwierigeren Trennung zwischen Arbeit und Privatleben, gefolgt von einer besseren Work-Life-Balance. Immerhin für 27 Prozent der befragten Xing-Mitglieder in der Schweiz hat sich das Arbeitspensum in den letzten Wochen erhöht. Gering ist derweil der Anteil derjenigen, die im Home Office weniger Kontrolle durch die Vorgesetzten spüren. Auch das Macht- beziehungsweise Führungsgefüge scheint sich durch Corona bisher nicht wesentlich verändert zu haben. Durchschnittlich geben Befragte aus der Schweiz an, dass Hierarchien genauso wichtig sind wie zuvor.

Grosse Veränderungen gab es beim Arbeitsort: Während vor Corona fast die Hälfte aller Schweizer Befragten nie von zuhause aus gearbeitet haben, sind seit Anfang Mai rund 70 Prozent teilweise oder ausschliesslich im Home Office tätig. Rund 50 Prozent der Befragten aus der Schweiz freuen sich wieder auf das Arbeiten im Büro. Am meisten vermissen die Befragten – in allen drei Ländern – ihre Kollegen und die sozialen Kontakte im Büro (91%). Die bessere Arbeitsausstattung schätzt nur rund ein Drittel.

Veränderungen zeigen sich auch in den Job-Präferenzen. Neben Grundbedürfnissen wie "Hauptsache einen Job haben" und "Sicherheit im Job" haben in der Schweiz mit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie insbesondere weiche Faktoren an Bedeutung gewonnen: Für knapp die Hälfte der Befragten ist durch die Coronakrise die Work-Life-Balance wichtiger geworden, gefolgt von flexiblen Home Office- und Arbeitszeiten sowie mehr Zeit für die Familie. Für rund 30 Prozent der Befragten hat zudem die Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit an Bedeutung gewonnen.

Befragt nach den Herausforderungen, die die Befragten zurzeit am meisten beschäftigen, liegt die Unsicherheit in Bezug auf die gesamtwirtschaftliche Situation an erster Stelle, gefolgt vom Bedarf nach zuverlässigen Informationen in der aktuellen Situation – bei den Herausforderungen sind sich die Befragten in allen drei Ländern einig.

Ihren Arbeitgebern stellen die Befragten in allen drei Ländern durchwegs ein gutes Zeugnis aus, vor allem in Bezug auf die Zusammenarbeit im Team, die Massnahmen bezüglich der Arbeitssituation sowie den Umgang des Arbeitgebers mit der Situation allgemein. Das Zeugnis der Deutschen für deren Arbeitgeber fällt allerdings deutlich schlechter aus als jenes der Schweizer und Österreicher. (swe)

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