Swisscom reagiert auf die Kritik an unfreiwilligem Abowechsel

Swisscom reagiert auf die Kritik an unfreiwilligem Abowechsel

Swisscom reagiert auf die Kritik an unfreiwilligem Abowechsel

(Quelle: SITM)
5. November 2018 -  Nach gereizten Reaktionen von Konsumentenschützern und Kunden reagiert Swisscom auf die Vorwürfe und lenkt, zumindest stellenweise, ein.
Nachdem Swisscom bekanntgab, dass man eine Reihe von Abos aus dem Sortiment streichen und Kunden nach Ablauf einer definierten Frist auch automatisch auf neue Abos migrieren werde, hagelte es aufgebrachte Reaktionen ("Swiss IT Magazine" berichtete).

Nun reagierte der Anbieter, wie Dschungelkompass.ch und der Konsumentenschutz in einer Mitteilung schreiben. Zum einen wolle Swisscom die ursprüngliche Frist, in welcher Kunden auf die Ankündigung reagieren können, von 30 auf 60 Tage erweitern. Dies gilt zwar nur für Kunden, die bisher nicht informiert wurden, bei bereits informierten Kunden wolle man jedoch Kulanz zeigen, so ein Swisscom-Sprecher. Ebenfalls solle zwecks Transparenz ab sofort eine breitere Palette an möglichen Optionen zum Wechsel aufgezeigt werden, Swisscom hatte in der ursprünglichen Ankündigung tendenziell teurere Angebote vorgeschlagen, was den Kunden ebenfalls sauer aufstiess.

Wie Dschungelkompass weiter schreibt, sei es jedoch so, dass die alten Abos, die angeschafft werden, für die meisten Kunden suboptimal waren und mit den neuen Abos Einsparungen möglich sind. Die vergleichbaren Abos der Konkurrenz, heisst es weiter, seien aber mehrheitlich deutlich günstiger als die Swisscom-Angebote.

"Die Art und Weise wie Swisscom die Ablösung von bestimmten Handy-Abos kommunizierte und die ursprüngliche kurze Frist von 30 Tagen für eine Aboänderung stiessen zurecht auf Kritik. Zu beachten ist jedoch, dass sich die alten Abos preislich für die wenigsten Kunden lohnten", sagt André Bähler vom Konsumentenschutz. Oliver Zadori von Dschungelkompass.ch erläutert betreffend der Alternativen: "Die Annahme, mit einem älteren 12-Franken-Abo günstiger zu fahren, nur weil es eine tiefere Grundgebühr hat, dafür aber jede Aktivität zusätzlich kostet, kann sich als Trugschluss herausstellen. Den meisten Kunden, die ein günstiges Abo wünschen und weiterhin das Swisscom-Netz nutzen möchten, empfehle ich Angebote von M-Budget oder Wingo. Auf den anderen Netzen gibt es noch günstigere Alternativen." (win)
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Kommentare

Dienstag, 6. November 2018 Erich Kohler
Schön für Swisscom. Zuerst androhen per 8-NOV-2018 auf das doppelt so teure Abo umzuschreiben und dann 5 vor 12 doch noch Alternativen (60 Tage Kündigungsfrist) zu offerieren …. Service Public ?

Montag, 5. November 2018 daniel werner
Also, ein nachbar von mir hatte das 12.- abo und nur wenige gespräche pro monat. Swisscom wollte ihm ein abo für 55.- verkaufen! wir fragten nach prepaid, worauf die dame uns sagte, es koste 29.- es zu ändern (was übrigens nicht atimmt!). Erst nachdem wir uns wegen der kurzen kündigungsfrist beschwerten lenkte sie ein, und nachdem wir ihr sagten, wir seien nicht bereit, wegen der viel zu kurzen kündigungsfrist auch noch 35.- zusätzlich zu bezahlen ein monat lang, lenkte sie auch damit ein. Uns hat das gezeigt, dass die Swisscom KEINESFALLS daran interessiert ist, dem kunden etwas kostengünstigeres zu empfehlen. Aus unserer sicht will Swisscom nur mehr Geld machen mit der Aktion. Das ist übrigens nicht der einzige Fall, den ich begleitet habe! Alle Fälle sind so. Auch bei der Umstellung von Analog auf All-IP verkauft Swisscom viel teuerere Angebote. Es wird nicht günstiger, sondern viel teurer! Ich kann nur hoffen, dass Die Kunden sich wehren, und empfehle es auch jedem, sich zu wehren, oder ganz weg von Swisscom zu gehen. Nicht Fachkundige werden aus meiner Sicht nach strich und faden über den tisch gezogen! WEHREN, WEHREN, WEHREN, BITTE

Montag, 5. November 2018 Akyel
Ich habe keine Information bekommen das mein Abo teurer wird echt doof

Montag, 5. November 2018 Akyel
Meine Kinder haben keine Informationen bekommen das es teurer wird

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